Die Folgen des russischen Angriffskriegs Kiew zählt 344 getötete Kinder seit Kriegsbeginn
Kinder in den Trümmern eines zerstörten Gebäudes in Tschernihiw
Foto:Natacha Pisarenko / AP
Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine sind nach Angaben der Staatsanwaltschaft in Kiew 344 Kinder getötet worden. Mindestens 642 wurden verletzt, wie die Behörde am Sonntag mitteilte. Insgesamt 986 Kinder seien in der Ukraine Opfer umfassender »militärischer Aggressionen« vonseiten Russlands geworden.
Tatsächlich gehe man aber von höheren Zahlen aus, da die Ermittlungen in den umkämpften Gebieten noch anhielten, heißt es weiter. Die meisten Kinder seien demnach in der Region Donezk betroffen.
986 дітей постраждали в Україні внаслідок повномасштабної збройної агресії росії.
— Верховна Рада України (@verkhovna_rada) July 3, 2022
За даними ювенальних прокурорів, офіційне число дітей-жертв - 344, поранених - 642.https://t.co/xOaMH6ClSU
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Durch Bombardierungen und Beschuss seien zudem 2102 Schulen und Bildungseinrichtungen beschädigt worden. Davon seien 215 vollständig zerstört worden, hieß es weiter.
In früheren Berichten aus Kiew hatte es zudem geheißen, dass seit Kriegsbeginn »mehr als 200.000 Kinder in die Russische Föderation deportiert« worden seien. Die Angaben lassen sich nicht von unabhängiger Seite verifizieren.
Auf der Flucht oder von Hunger bedroht
Das Uno-Kinderhilfswerk hatte im April berichtet, dass schon in den ersten sechs Wochen des Krieges fast zwei Drittel aller ukrainischen Kinder ihr Zuhause verlassen mussten. Von den rund 7,5 Millionen Kindern bis 18 Jahre seien demnach 2,8 Millionen innerhalb des Landes vertrieben worden und zwei Millionen ins Ausland geflohen. Von den ukrainischen Kindern, die noch nicht auf der Flucht seien, sei fast die Hälfte von Hunger bedroht, hieß es weiter.