In türkischem Hafen Ukrainische Seeleute blockieren russische Oligarchenjacht
Sie ist 140 Meter lang, hat 48 Kabinen auf acht Decks und sie verfügt über einen Hubschrauberlandeplatz: Die Superjacht "Solaris" wird Roman Abramowitsch zugeordnet. Der russische Milliardär will offenbar einen Teil seiner Vermögenswerte in die Türkei retten.
Dabei kam es allerdings zu einem Vorfall, der für große Aufmerksamkeit in den sozialen Medien sorgte: Als die "Solaris" am Dienstag in einem türkischen Resort anlegt, stellt sich ihr eine laut skandierende Gruppe in einem kleinen Boot in den Weg. Sie schwenkten ukrainische Flaggen mit der Aufschrift "No War".
Ebenfalls Abramowitsch wird eine weitere Superjacht zugeordnet: Die "Eclipse" legte in dieser Woche im Südwesten der Türkei an – ebenfalls eine der größten Jachten der Welt. Das Schiff soll über zwei Hubschrauberlandeplätze, neun Decks, einen Swimmingpool und ein Raketenabwehrsystem verfügen. Der Wert der beiden Yachten wird auf zusammen etwa 1,2 Milliarden Dollar geschätzt.
Die Schiffe liegen nicht nur wegen des schönen Panoramas in türkischen Gewässern. Grund scheinen vielmehr die zahlreichen Sanktionen zu sein, die der Westen seit der Invasion der Ukraine auch gegen russische Oligarchen verhängte. Die Türkei kritisiert die Invasion zwar, lehnt aber Sanktionen gegen die Milliardäre ab. Das macht aus den türkischen Gewässern einen sicheren Hafen für schwimmende Vermögenswerte reicher Russen.
Yachten russischer Eigentümer stecken derzeit in mehreren Ländern fest, darunter Italien, Spanien und Deutschland. Um sie sinnvoll zu nutzen, präsentierte der Hamburger CDU-Landeschef Christoph Ploß jetzt eine Idee: Man könne die Statussymbole doch als Unterkunft verwenden - für Flüchtlinge aus der Ukraine.
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