Angriff in der Ukraine Mehrere Tote nach Schießerei in Kyjiw und Geiselnahme in Supermarkt
Einschussloch im Supermarkt, in dem die Geiselnahme stattfand
Foto: Valentyn Ogirenko / REUTERSBei einem Schusswaffenangriff in der ukrainischen Hauptstadt Kyjiw hat ein Mann nach offiziellen Angaben sechs Menschen getötet und mindestens 14 verletzt. Der mutmaßliche Täter wurde nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj sowie von Innenminister Ihor Klymenko von der Polizei getötet, nachdem er mehrere Geiseln in einem Supermarkt genommen hatte. Vier Geiseln seien befreit worden, teilte Selenskyj in einer Videobotschaft auf X mit. Mehrere Menschen seien wegen Verletzungen oder erlittener Traumata ins Krankenhaus gebracht worden.
Investigators from the National Police and the Security Service of Ukraine are now examining all the circumstances of the attack in Kyiv against ordinary civilians.
— Volodymyr Zelenskyy / Володимир Зеленський (@ZelenskyyUa) April 18, 2026
The attacker was eliminated. He took hostages and, tragically, killed one of them. He shot dead four more people… pic.twitter.com/qIpvjzJ04V
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Laut Medienberichten soll der 58-Jährige zuvor im Stadtbezirk Demijiwka mit einem Schnellfeuergewehr auf Passanten geschossen haben. Später präzisierte das Innenministerium, dass der Mann mit einem halb automatischen Gewehr schoss, für das er auch einen Waffenschein besaß. Als die Polizei die Verfolgung aufnahm, flüchtete er in einen Supermarkt. Spezialkräfte der Polizei stürmten das Gebäude, nachdem Unterhändler 40 Minuten lang vergeblich versucht hatten, den Täter zur Aufgabe zu bewegen, erklärte Innenminister Ihor Klymenko. Beim Zugriff habe der Mann auf einen Polizisten geschossen und sei daraufhin getötet worden.
Generalstaatsanwalt Ruslan Krawtschenko betonte, dass der Täter gebürtiger Moskauer sei. Allerdings soll er Medienberichten zufolge die ukrainische Staatsbürgerschaft besitzen und lange im Donbass gelebt haben.
Laut Selenskyj sei der Verdächtige vorbestraft gewesen und habe seine Wohnung in Brand gesteckt, bevor er auf die Straße gegangen sei. Der Präsident erklärte, »alle Umstände« der Gewalttat würden nun ermittelt. Er forderte eine schnelle Untersuchung und sprach den Hinterbliebenen sein Beileid aus.