Ursula von der Leyen über Russlands Angriffe auf die Ukraine: »Der Kreml verspottet die Diplomatie« - DER SPIEGEL
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Von der Leyen über Angriffe auf die Ukraine »Der Kreml verspottet die Diplomatie«

Russland hat die Ukraine in der Nacht erneut heftig angegriffen, auch ein Regierungsgebäude wurde getroffen. Verbündete der Ukraine zeigen sich fassungslos. Kyjiws Bürgermeister Klitschko sprach von einer »roten Linie«, die überschritten wurde.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf X: Europa stehe voll und ganz hinter der Ukraine
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf X: Europa stehe voll und ganz hinter der Ukraine

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf X: Europa stehe voll und ganz hinter der Ukraine

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John Thys / AFP

Russland hat die Ukraine in der Nacht zum Sonntag mit den schwersten Luftangriffen seit Kriegsbeginn überzogen. Der Regierungssitz in der Hauptstadt Kyjiw geriet in Brand, mehrere Hochhäuser wurden den Rettungsdiensten zufolge durch Drohnenangriffe beschädigt. Landesweit wurden mehrere Menschen getötet und verletzt. Die russische Armee habe, so teilte es die ukrainische Luftwaffe auf Telegram mit, die Ukraine von Samstagabend bis Sonntagmorgen mit einer Rekordzahl von mindestens 810 Drohnen und 13 Raketen attackiert. Das seien die schwersten Angriffe seit Kriegsbeginn gewesen.

EU-Politikerinnen und Politiker stellen sich an die Seite der Ukraine

Führende EU-Politiker, darunter EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, der polnische Ministerpräsident Donald Tusk, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und der britische Premier Keir Starmer, verurteilten die Angriffe scharf. Von der Leyen schrieb auf X: »Einmal mehr verspottet der Kreml die Diplomatie, tritt das Völkerrecht mit Füßen und tötet wahllos Menschen.« Europa stehe voll und ganz hinter der Ukraine und werde dies auch weiterhin tun, so von der Leyen weiter. »Wir stärken die ukrainischen Streitkräfte, schaffen dauerhafte Sicherheitsgarantien und verschärfen die Sanktionen, um den Druck auf Russland zu erhöhen.«

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Emmanuel Macron sprach den Opfern der jüngsten Angriffe und deren Angehörigen ebenfalls via X  sein Mitgefühl aus: »Meine Gedanken sind bei den Opfern, ihren Angehörigen und bei der Ukraine und dem ukrainischen Volk. Gemeinsam mit der Ukraine und unseren Partnern setzen wir uns für Frieden ein. Russland hingegen verstrickt sich immer tiefer in die Logik von Krieg und Terror.« An der Seite der Ukraine werde Frankreich weiterhin alles tun, um einen gerechten und dauerhaften Frieden zu gewährleisten.

Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk wurde sogar noch deutlicher. Die USA und Europa müssten Russland gemeinsam zu einem sofortigen Waffenstillstand zwingen: »Der russische Angriff auf die Regierungsgebäude in Kyjiw zeigt erneut, dass es keinen Sinn macht, eine entschlossene Reaktion gegen Putin weiter hinauszuzögern und zu versuchen, ihn zu beschwichtigen.«

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Vitali Klitschko äußert sich zu den Angriffen

Auch Kyjiws Bürgermeister Vitali Klitschko äußerte sich am Sonntag zu den jüngsten Angriffen. Russlands Präsident Wladimir Putin sei »zu keiner diplomatischen Lösung bereit«, sagte Klitschko der »Bild«-Zeitung . »Das beweist auch der Angriff auf das Regierungsgebäude, was bislang als rote Linie galt.« Die ukrainische Regierungschefin Julija Swyrydenko forderte , die Welt dürfe »auf diese Zerstörung nicht nur mit Worten reagieren, sondern mit Taten«. »Wir müssen den Druck durch Sanktionen verstärken, vor allem gegen das russische Öl und Gas«, erklärte Swyrydenko. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte auf Facebook, im ganzen Land seien die Rettungskräfte im Einsatz.

Die bisher größte russische Angriffswelle erfolgte, nachdem sich am Donnerstag mehr als zwei Dutzend europäische Staaten bereit erklärt hatten, im Falle eines Waffenstillstands »Soldaten im Rahmen einer Absicherungstruppe zu entsenden oder auf dem Boden, im Meer oder in der Luft präsent zu sein«. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sagte, so solle ein erneuter Angriff auf die Ukraine verhindert werden. Russland wies dies entschieden zurück: Putin sagte, westliche Truppen in der Ukraine seien inakzeptabel und ein »legitimes« Ziel.

AFP/atz