»Sie wollen Ihr Maul aufreißen? Wir können es hier beenden« US-Senator droht Gewerkschaftschef Prügel an
Markwayne Mullin im Februar 2023
Foto: Sarah Silbiger / REUTERSDer republikanische US-Senator Markwayne Mullin hat den Gewerkschaftschef Sean O’Brien während einer Anhörung zu einem Zweikampf aufgefordert. O’Brien willigte ein, nicht aber Bernie Sanders. Der Vorsitzende des Ausschusses für Gesundheit, Bildung, Arbeit und Rente rief Mullin sofort zur Räson.
Zuvor hatte Mullin im Laufe der Ausschusssitzung einen Text vorgelesen, den O’Brien, Vorsitzender der Teamster-Gewerkschaft für Transportmitarbeiter, an ihn per Twitter gesandt haben soll. Demnach habe O’Brien den Senator aus Oklahoma als »gierig«, als »Clown« und als »Betrüger« beschimpft. Mullin solle aufhören, den harten Typen zu spielen. Dieser wisse, wo er O’Brien finden könne. Laut dem Senator endete die Nachricht mit: »Jederzeit, überall, Cowboy.«
Es folgt ein Dialog, der so ähnlich wohl schon Zehntausende Male in oder vor Kneipen stattgefunden hat. Mullin: »Dies ist eine Zeit, hier ist ein Platz. Sie wollen Ihr Maul aufreißen? Wir können es hier beenden.« O'Brien entgegnet: »Okay, das ist in Ordnung, perfekt.« »Sollen wir es jetzt tun?«, fragt Mullin. »Ich würde es sehr gern jetzt tun«, behauptet O'Brien. Mullin: »Dann stehen Sie auf!« O’Brien: »Stehen Sie doch auf!« Daraufhin springt Mullin von seinem Platz und macht Anstalten, einen Fingerring abzulegen.
Bernie Sanders hat schließlich den traurigen Höhepunkt des unwürdigen Schauspiels verhindert. Der bekannte Senator aus Vermont wies Mullin an, sich zu setzen und mahnte: »Sie sind ein Senator der Vereinigten Staaten.« Sanders ergänzte: »Das amerikanische Volk hat weiß Gott genug Verachtung für den Kongress. Machen wir es nicht noch schlimmer.«
Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Fassung hieß es, Bernie Sanders sei Demokrat. Tatsächlich wurde er als Unabhängiger in den Senat gewählt, hat sich dort aber der demokratischen Fraktion angeschlossen. Wir haben die Passage korrigiert.