USA: Christa Pike ist nach missglückter Hinrichtung wieder bei Bewusstsein - DER SPIEGEL
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Todesstrafe in Tennessee Christa Pike ist nach missglückter Hinrichtung wieder bei Bewusstsein

Die zum Tode verurteilte Mörderin Christa Pike ist US-Medien zufolge wieder bei Bewusstsein und ansprechbar. Ihre missglückte Hinrichtung hatte für Empörung gesorgt.
Christa Pike
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Christa Pike

Foto: Tennessee Department of Correction / AP

Christa Pike, die vergangenen Mittwoch einen missglückten Hinrichtungsversuch in den USA überlebt hat, ist nach Angaben ihres Anwaltteams wieder bei Bewusstsein und ansprechbar. Die verurteilte Mörderin hatte die Verabreichung zweier Giftspritzen überlebt und war danach bewusstlos an ein Beatmungsgerät angeschlossen worden.

»Entgegen aller Erwartungen ist Christa Pike bei Bewusstsein, kann sprechen und wird weiterhin intensiv medizinisch versorgt. Trotz der schweren Verletzungen an ihren Armen ist sie nach wie vor mit Handschellen gefesselt und an das Bett gekettet. Ihre Genesung ist medizinisch beispiellos. Ihre Prognose bleibt unklar, aber wir rechnen zumindest mit einem langen Genesungsprozess«, erklärten Pikes Anwälte in einer Stellungnahme.

Die Anwälte zeigten sich dankbar gegenüber den Ersthelfern und dem medizinischen Team im Krankenhaus, »die Christa wie einen Menschen behandelt und ihr außergewöhnliche Fürsorge zukommen lassen haben«.

Warum Pike die Hinrichtung überlebte, ist weiter unklar

Die Erklärung ist der erste Hinweis darauf, dass sich Pikes Zustand verbessert hat, seit sie mit einem Krankenwagen aus dem Gefängnis in Nashville abtransportiert wurde. Eine Sprecherin der Strafvollzugsbehörde von Tennessee erklärte, sie könne keine weiteren Informationen geben, außer dass Pike am Dienstag weiterhin im Krankenhaus liege.

Pike war 1996 für den Mord an der 19 Jahre alten Colleen Slemmer zum Tode verurteilt worden. Sie selbst war zum Tatzeitpunkt 18 Jahre alt. 1995 hatte sie gemeinsam mit ihrem Freund und einem Bekannten ihre Klassenkameradin in einem abgelegenen Gebiet nahe der University of Tennessee in Knoxville gefoltert und getötet. Während ihrer Haftzeit wurde Pike US-Medien zufolge nach einem Angriff auf eine Mitgefangene in einem separaten Fall wegen versuchten Mordes verurteilt.

Warum Pike die Hinrichtung trotz zweier Dosen des Medikaments Pentobarbital überlebte, ist weiterhin unklar. Durch den Fall ist in den USA erneut eine hitzige Debatte über die Todesstrafe und die Art der Vollstreckung entbrannt. Der Leiter der Strafvollzugsbehörde von Tennessee kündigte zuletzt seinen Rücktritt an. Es gibt auch wachsende Kritik an der Qualifikation und Ausbildung des an der Hinrichtung beteiligten Personals.

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