Demokratie in den USA Trump würde »liebend gern« eine dritte Amtszeit absolvieren
Donald Trump an Bord der Air Force One
Foto:Mark Schiefelbein / AP
Die US-Verfassung gibt keine drei Amtszeiten für US-Präsidenten her, doch Donald Trump heizt die Spekulationen genau darüber weiter an.
»Ich würde es liebend gern tun«, beantwortete der US-Präsident an Bord des Präsidentenflugzeugs Air Force One eine entsprechende Frage. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Als ein Reporter nachhakte, ob er eine dritte Amtszeit nicht ausschließe, antwortete Trump demnach ausweichend: »Schließe ich es nicht aus? Ich meine, das müssen Sie mir sagen.«
Kein Vizepräsident Trump
Der 22. Zusatzartikel zur US-Verfassung verbietet eine dritte Amtszeit als Präsident. Einige von Trumps Anhängern hatten spekuliert, er könne als Vizepräsident kandidieren, während ein anderer Kandidat für das Präsidentenamt antritt und nach der Wahl zurücktritt. Dies schloss Trump aus: »Ich würde das nicht tun«, sagte er auf dem Flug von Malaysia nach Tokio. »Ich finde, das ist zu durchsichtig. Ich glaube, den Leuten würde das nicht gefallen. Es wäre nicht richtig.«
Trumps Äußerungen befeuern eine Debatte, die auch von einigen seiner Verbündeten vorangetrieben wird. Sein ehemaliger Chefstratege Steve Bannon sagte vergangene Woche in einem Interview, es gebe einen Plan, den 22. Verfassungszusatz zu umgehen. »Trump wird 2028 Präsident sein, und die Leute sollten sich einfach damit abfinden«, so Bannon zum »Economist«.
Der 79-jährige Trump wäre bei einer Kandidatur 2028 bereits 82. Im Wahlkampf 2024 hatte er das fortgeschrittene Alter seines damaligen Konkurrenten Joe Biden wiederholt zum Thema gemacht. Ex-US-Präsident Biden war 81 Jahre alt, als er sich aus dem Wahlkampf gegen Trump zurückzog und seiner Vizepräsidentin Kamala Harris das Feld überließ.
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