Laut offiziellen Unterlagen Bidens Hund soll mindestens zehn Menschen attackiert haben
Joe und Jill Biden mit Hund »Commander« im Weißen Haus: »Einzigartige und oft stressige Umgebung«
Foto: Michael Reynolds / EPADie Zahlen klingen wirklich nicht gut: Im Zeitraum von Oktober 2022 bis Januar 2023 soll der Hund von US-Präsident Joe Biden mindestens zehnmal einen Mitarbeiter des Secret Service gebissen oder anderweitig angegriffen haben. Einer der Fälle habe sogar eine solche Tragweite gehabt, dass das Opfer von »Commander« zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus musste.
Diese Zahlen gehen aus einem 194 Seiten starken Bericht des US-Heimatschutzministeriums hervor, auf dessen Herausgabe die konservative Organisation »Judicial Watch« erfolgreich geklagt hat – und den sie nun im Internet veröffentlichte . Darin enthalten sind zahlreiche anonymisierte interne E-Mails des Secret Service über das Verhalten des Hundes:
Demnach sei etwa am 3. November 2022 ein Offizier oder eine Offizierin zur Behandlung ins Krankenhaus überwiesen worden, nachdem der Hund ihn in Oberschenkel und Arm gebissen habe.
Wochen später habe ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin Schnitt- und Schürfwunden davongetragen.
Eine weitere Person berichtet von einer Attacke in den Rücken – der Hund habe sich für zehn Sekunden buchstäblich festgebissen; dieser Vorfall soll sich in Bidens Privathaus in Delaware zugetragen haben.
-
2 Min
-
2 Min
Beim Secret Service, das legen die Nachrichten nahe, scheint der Hund nicht sonderlich beliebt zu sein: »Commander hat ein extrem aggressives Verhalten an den Tag gelegt«, heißt es etwa in einer weiteren Mail.
Dabei hatte schon Commanders Vorgänger für Probleme gesorgt: Major machte Schlagzeilen, weil es zu Zwischenfällen mit Mitarbeitern des Weißen Hauses kam – unter anderem soll der Schäferhund ein Mitglied aus Bidens Sicherheitsteam gebissen haben. Der Hund wurde schließlich ins Haus der Familie Biden in Wilmington abgeschoben – und durch Commander ersetzt.
194 Seiten – oder doch viel weniger
Sieht man sich die E-Mail des Heimatschutzministeriums genauer an, fällt aber auch auf: Viele Dinge darin sind komplett harmlos. Mal ist in den Mails von lautem Bellen des Hundes die Rede, mal von spielerischen Attacken. Und die 194 Seiten kommen vor allem deswegen zustande, weil zahllose der zitierten Mails ihrerseits die Antworten auf vorhergehende Nachrichten enthalten. Zwischendurch beschweren sich Menschen über Serverprobleme.
»Diese schockierenden Aufzeichnungen werfen grundlegende Fragen über Präsident Biden und den Secret Service auf«, ließ sich Judicial-Watch-Präsident Tom Fitton angesichts der Publikation der Unterlagen zitieren. Es handele sich um »eine besondere Art von Verrücktheit und Korruption, bei der ein Präsident seinem Hund erlaubt, wiederholt Mitarbeiter des Secret Service und des Weißen Hauses anzugreifen und zu beißen«.
Judicial Watch: nebulöse Organisation
Die Äußerung passt in das Narrativ der Organisation: So forderte diese nach der Anklage gegen Ex-Präsident Trump eine ebensolche gegen Joe Biden . In einem Tweet von diesem Dienstag wiederum verlangt sie »clean elections« – und befeuert so das Narrativ von der gestohlenen Wahl. Was also würde besser in die Kampagne passen als das Bild eines trotteligen US-Präsidenten, der seine Hunde nicht im Griff hat?
Und was sagt Joe Biden zu der ganzen Sache? Offiziell derzeit nichts. Die »New York Post « berichtet jedoch, er habe in mindestens einem Fall Zweifel an der Ehrlichkeit eines seiner Mitarbeiter geäußert.