Mögliche Einschränkung der Stimmabgabe Kentucky eröffnet erstes Drive-in-Wahllokal
Wegweiser zu einem Wahllokal in Arizona (Symbolbild)
Foto: Olivier Touron / AFPDer Landkreis Jefferson County im US-Bundesstaat Kentucky hat bekannt geben, ein Drive-in-Wahllokal eröffnen zu wollen. Wie die Nachrichtenseite »Democracy Docket« berichtet , will der Landkreis damit für mobilitätseingeschränkte Wähler eine barrierefreie Möglichkeit zur Stimmabgabe einrichten.
»Diese Initiative wird die Barrierefreiheit für Menschen mit Behinderungen verbessern, denen die Stimmabgabe in herkömmlichen Wahllokalen möglicherweise schwerfällt«, schrieb der demokratische Wahlleiter von Jefferson County, David Yates, auf X.
Mehr als jeder Vierte Erwachsene lebt mit Behinderung
Wie »Democracy Docket« berichtet, lebt mehr als ein Viertel der Erwachsenen in den USA mit einer Behinderung. Zu den häufigsten Einschränkungen zählen demnach Mobilitätsprobleme.
Die Idee zu einem Drive-in-Wahllokal sei aus Gesprächen mit Bewohnerinnen und Bewohnern von Pflegeheimen hervorgegangen, sagte Yates. Dabei hätten diese unter anderem auch ihr Misstrauen gegenüber der Briefwahl geäußert. Das Vertrauen in die Briefwahl ist gesunken, nachdem Präsident Donald Trump in diesem Jahr – wenn auch erfolglos – versucht hatte, diese beliebte Möglichkeit der Stimmabgabe einzuschränken.
»Ich habe versprochen, dafür zu sorgen, dass sie eine Möglichkeit zur Stimmabgabe haben«, sagte Yates dem Fernsehsender WHAS-TV.
Yates’ Vorstoß folgt auf die Verabschiedung neuer Wahlbeschränkungen durch die republikanisch kontrollierte Legislative des Bundesstaates im Frühjahr. Dadurch wurde die Auswahl der zulässigen Ausweisdokumente eingeschränkt: Sozialversicherungskarten und Karten für staatliche Lebensmittelhilfen wurden von der Liste der anerkannten Dokumente gestrichen.
In Jefferson County sind mehr als eine halbe Million Menschen als Wählerinnen und Wähler registriert. Der Landkreis gilt als demokratische Hochburg in einem überwiegend republikanisch geprägten Bundesstaat.