USA: Rechtsextremer Blogger Milo Yiannopoulos in sein Heimatland abgeschoben - DER SPIEGEL
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Prominenter Rassist Rechtsextremer Blogger Milo Yiannopoulos aus USA abgeschoben

Er forderte ICE-Kontrollpunkte in Supermärkten, Tankstellen, Einkaufszentren, Kreuzungen und Regierungsgebäuden. Jetzt wurde Milo Yiannopoulos selbst aus den USA nach Großbritannien abgeschoben.
Milo Yiannopoulos nach seiner Festnahmen am Louis Armstrong New Orleans International Airport
Milo Yiannopoulos nach seiner Festnahmen am Louis Armstrong New Orleans International Airport

Milo Yiannopoulos nach seiner Festnahmen am Louis Armstrong New Orleans International Airport

Foto:

Department of Homeland Security / REUTERS

Der rechtsextreme Blogger Milo Yiannopoulos ist von der US-Migrationsbehörde ICE abgeschoben worden. Wie ein Sprecher des US-Heimatschutzministeriums der Nachrichtenagentur dpa mitteilte, sei Yiannopoulos am Freitag in sein Heimatland, das Vereinigte Königreich, abgeschoben worden. Am Donnerstag hatten ICE-Beamte Yiannopoulos am Flughafen New Orleans im US-Bundesstaat Louisiana in Gewahrsam genommen, weil er sein Aufenthaltsrecht überschritten habe.

Den Angaben zufolge war Yiannopoulos am 14. Mai 2019 legal über New York in die USA eingereist. Nachdem er länger als erlaubt in den Vereinigten Staaten geblieben und nicht zu einer Anhörung erschienen sei, erteilte ein Einwanderungsrichter am 22. Juli dieses Jahres eine endgültige Ausweisungsverfügung.

Yiannopoulos war lange als prominentes Gesicht amerikanischer Rechtsextremisten bekannt. Im vergangenen Jahr hatte er sich auf X positiv zur Migrationsbehörde ICE geäußert: »Kalifornien braucht ICE-Kontrollpunkte an den Eingängen von Supermärkten, Tankstellen, Einkaufszentren, Kreuzungen und Regierungsgebäuden«, schrieb er. Jeder, der an den Kontrollpunkten nicht nachweisen könne, dass er sich rechtmäßig in den USA aufhält, solle »sofort abgeschoben« werden.

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Yiannopoulos verbreitete Hetze gegen Frauen, Schwarze, Eliten und Liberale. Erst als 2017 ein Interview kursierte, in dem er Sex zwischen Männern und Jungen verteidigte, kehrte ihm die Szene größtenteils den Rücken. Yiannopoulos verlor seinen Buchvertrag mit dem Verlag Simon & Schuster, die Conservative Political Action Conference (CPAC-Konferenz) strich ihn von der Rednerliste und das rechte Onlinemedium Breitbart News kündigte Yiannopoulos.

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Yiannopoulos war zuletzt vor allem für seine Verbindungen zum US-Rapper Ye (zuvor Kanye West), bekannt, wie das Promi-Portal TMZ zu dem Fall berichtete. Er habe fast zwei Jahre lang für ihn gearbeitet, bevor die beiden 2024 ihre Zusammenarbeit aufkündigten.

Yiannopoulos lebte einige Jahre lamg offen schwul und trat bei Veranstaltungen wie »Gays für Trump« auf. 2021 erklärte er, dass er nun »Ex-Gay« sei, also von seiner Homosexualität »geheilt«. In einem Interview  bestätigte er kürzlich aber, dass er weiter mit einem Mann verheiratet sei. Er schränkte jedoch ein: »Ich mache die Sex-Sachen nicht mehr.«

msh/dpa/ap/reuters

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