9/11: Donald Trump und Kamala Harris gedenken Anschlägen vom 11. September - DER SPIEGEL
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9/11-Gedenken »Einheit ist möglich in Amerika« – zeigen auch Harris und Trump

Vor 23 Jahren erschütterten die beispiellosen Anschläge in den USA die Welt. Während Bürgerinnen und Bürger an den Terror erinnern, ist der Wahlkampf zum Greifen nah.
Mitglieder der New Yorker Feuerwehr und der Hafenbehörde erinnern an ihre Kollegen
Mitglieder der New Yorker Feuerwehr und der Hafenbehörde erinnern an ihre Kollegen

Mitglieder der New Yorker Feuerwehr und der Hafenbehörde erinnern an ihre Kollegen

Foto: Kent J.Edwards / REUTERS

In den USA haben Bürgerinnen und Bürger der Opfer der Anschläge vom 11. September gedacht. Überlebende und Angehörige kamen am sogenannten Ground Zero in New York City zusammen, dem Ort, an dem das World Trade Center stand. Neben dem Pentagon in Washington war es eines der Anschlagsziele.

Menschen stehen am Ground Zero, wo die Namen der Opfer eingraviert sind

Menschen stehen am Ground Zero, wo die Namen der Opfer eingraviert sind

Foto: Adam Gray / AFP

Auf der Gedenkveranstaltung verlasen Teilnehmer die Namen der Opfer. Auch Kinder und Jugendliche, die nach den Anschlägen geboren wurden und ihre Verwandten nie kennenlernten, beteiligten sich an dieser Tradition. Zu der Uhrzeit, zu der damals die Flugzeuge in die Türme einschlugen, läutete eine Glocke.

Mercedes Arias gedenkt ihres Vaters Joseph, der bei den Anschlägen ums Leben kam

Mercedes Arias gedenkt ihres Vaters Joseph, der bei den Anschlägen ums Leben kam

Foto: Adam Gray / AFP

US-Präsident Joe Biden nahm gemeinsam mit Kamala Harris an der Gedenkveranstaltung teil. Die Präsidentschaftskandidatin traf dort einen Tag nach dem großen TV-Duell auf ihren Kontrahenten Donald Trump, der mit seinem Vizekandidaten J.D. Vance ebenfalls zur Begegnungsstätte gereist war. Auf TV-Bildern war zu sehen, wie beide sich die Hand reichen und anschließend während der Zeremonie mit anderen Würdenträgern in einer Reihe stehen.

Die Tage nach den Anschlägen hätten gezeigt, dass »Einheit in Amerika möglich« sei, teilte Harris mit. »An diesem Tag vor 23 Jahren glaubten Terroristen, sie könnten unseren Willen brechen und uns in die Knie zwingen. Sie lagen falsch«, erklärte Biden.

Harris, Biden, Trump und Vance auf der Gedenkveranstaltung

Harris, Biden, Trump und Vance auf der Gedenkveranstaltung

Foto: Yuki Iwamura / AP

Bei dem bislang schwersten Anschlag in der Geschichte des Terrorismus waren rund 3000 Menschen getötet worden, darunter mehr als 300 Feuerwehrleute. Weitere Hunderte starben Jahre später an den Folgen des Einsatzes.

Terroristen hatten am 11. September 2001 vier Flugzeuge entführt. Nachdem sie eines in den Nordturm des World Trade Centers gesteuert hatten, flog kurze Zeit später ein zweites Flugzeug in den Südturm. Eine weitere Maschine lenkten die Angreifer in das Verteidigungsministerium nahe Washington. Die vierte stürzte in Shanksville in Pennsylvania ab, nachdem Passagiere Widerstand geleistet hatten. Welches Ziel die vierte Maschine hatte, ist bis heute unklar.

Eine Gruppe Feuerwehrleute vor ihrer Wache

Eine Gruppe Feuerwehrleute vor ihrer Wache

Foto: Caitlin Ochs / REUTERS

Auch am Pentagon und in Shanksville wird an die Opfer erinnert. Biden und Harris kündigten an, noch am selben Tag zu beiden Orten reisen und dort Gedenkkränze niederlegen zu wollen.

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Nach den Anschlägen waren die USA in den »Krieg gegen den Terror« gezogen. Der Drahtzieher der Anschläge, Osama Bin Laden, wurde 2011 nach langer Suche von US-Spezialeinheiten getötet.

esw/AP/dpa