Getöteter iranischer General USA nehmen Soleimanis Nichte fest
Qasem Soleimani, General der iranischen Quds-Brigade, in Teheran (2016)
Foto: Office of the Iranian Supreme Leader / AP / dpaIn den USA sind die Nichte und Großnichte des 2020 vom US-Militär getöteten iranischen Generals Qasem Soleimani festgenommen worden. Zuvor habe ihnen Außenminister Marco Rubio ihre dauerhafte Aufenthaltsberechtigung entzogen. Das teilte das Außenministerium mit.
Die Nichte Hamideh Soleimani Afshar befinde sich zusammen mit ihrer Tochter in Gewahrsam der US-Einwanderungsbehörde ICE. Grund für die Einziehung des Aufenthaltsrechts sei die Verbreitung von Hetze und Propaganda der iranischen Führung, hieß es weiter.
Während ihres Aufenthalts in den USA habe Hamideh Soleimani Afshar Angriffe auf amerikanische Soldaten bejubelt, den neuen Führer Irans gelobt und die USA als den »großen Satan« bezeichnet. Zudem habe sie sich als entschlossene Unterstützerin der iranischen Revolutionswächter bekannt. Auch ihr Mann dürfe nicht mehr in die USA einreisen.
Auch Angehörigen Larijanis Aufenthaltsrecht entzogen
Wie das Außenministerium weiter mitteilte, wurde zuvor bereits Angehörigen des Mitte März vom israelischen Militär getöteten iranischen Sicherheitschefs Ali Larijani das Aufenthaltsrecht entzogen.
Die USA hatten Qasem Soleimani auf Anordnung von US-Präsident Donald Trump im Januar 2020 mit einer Drohne im Irak getötet. Washington begründete den Angriff damit, dass der mächtige General der iranischen Revolutionswächter Anschläge auf US-Einrichtungen geplant habe. Durch die Attacke gerieten die USA und Iran damals an den Rand eines Krieges.