Kahlschlag bei Entwicklungshilfebehörde Trump setzt »Personalreduzierung« bei USAID durch – rund 1600 Beschäftigte betroffen
Demonstration gegen den Abbau der US-Entwicklungshilfebehörde USAID am 5. Februar 2025
Foto: J. Scott Applewhite / APDie US-Entwicklungshilfebehörde USAID hat die Entlassung oder Beurlaubung eines Großteils ihrer Beschäftigten angekündigt. Wie die Behörde am Sonntag mitteilte, werden zur »Personalreduzierung« rund 1600 Beschäftigte in den USA entlassen. Alle anderen Beschäftigten weltweit werden bis auf wenige Ausnahmen beurlaubt. Die von Präsident Donald Trump angeordnete weitgehende Auflösung der Behörde kommt damit einen großen Schritt voran.
Trump und sein Berater Elon Musk wollen Budgets und Personal der US-Bundesbehörden drastisch stutzen – USAID steht bei ihrem Kahlschlag-Kurs besonders im Fokus. Trump sagte, die Behörde sei in der Vergangenheit von »einem Haufen radikaler Verrückter« geleitet worden. Der Multimilliardär Musk nannte USAID »ein Schlangennest radikal-linker Marxisten, die Amerika hassen« und eine »kriminelle Organisation«.
US-Präsident Donald Trump hatte am 20. Januar angeordnet, alle Auslandshilfen für 90 Tage auszusetzen. Gegen das in den USA höchst umstrittene Ansinnen, den Staatsapparat massiv zu reduzieren und in einem Großteil der Behörden Zehntausende von Staatsdienern freizustellen, läuft eine massive Klagewelle. Neben Gewerkschaften haben sich auch die Justizminister der 22 von den US-Demokraten regierten Bundesstaaten in unterschiedlichen Konstellationen zu Klägergemeinschaften zusammengeschlossen.
Anfang Februar wollte Trump nahezu das gesamte USAID-Personal beurlauben. Ein US-Bundesrichter setzte die Freistellungen zunächst aus, bestätigte sie am Freitag dann aber doch. Lesen Sie hier mehr dazu, wie Trump versucht, den Staatsapparat umzubauen.
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Die Entwicklungshilfebehörde USAID ist eine der größten Organisationen dieser Art weltweit und hat zahlreiche Hilfsmaßnahmen in aller Welt organisiert – von der Aids-Hilfe bis zum Wiederaufbau in Kriegsregionen. In den betroffenen Ländern sind die Sorgen groß, dass bei Ausbleiben der Hilfeleistungen Zehntausende von Menschen in Not gestürzt werden könnten.
USAID hatte bislang ein jährliches Budget von 42,8 Milliarden Dollar (rund 41,9 Milliarden Euro). Laut den aktuell vorliegenden Daten zur Verteilung der gewährten Hilfen waren 2023 die Ukraine, Äthiopien und Jordanien die größten Empfänger. Trump fror unmittelbar nach seiner Vereidigung per Dekret die US-Auslandshilfen für 90 Tage weitgehend ein. Später genehmigte die Regierung einige Ausnahmen für humanitäre Hilfen.