Vor Tunesien: Dutzende Menschen sterben bei Bootsunglück im Mittelmeer - DER SPIEGEL
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Vor der Küste Tunesiens Dutzende Menschen sterben bei Bootsunglück im Mittelmeer

Nachdem ein Boot mit 53 Migranten im Mittelmeer gesunken ist, hat die tunesische Küstenwache zahlreiche Tote geborgen. Für die noch Vermissten besteht kaum Hoffnung.
Ein Schiff der tunesischen Küstenwache auf Patrouille im Mittelmeer
Ein Schiff der tunesischen Küstenwache auf Patrouille im Mittelmeer

Ein Schiff der tunesischen Küstenwache auf Patrouille im Mittelmeer

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MOHAMED KHALIL/ AFP

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Sie waren auf dem Weg nach Italien, doch nun gibt es kaum Hoffnung auf Überlebende: Bei einem Bootsunglück vor der Küste Tunesiens sind Dutzende Menschen gestorben. Ein Sprecher der tunesischen Zivilschutzbehörde gab an, mittlerweile seien 46 Leichen geborgen worden.

An Bord des Boots, das Ende der vergangenen Woche von der Ostküste Tunesiens Richtung Italien aufgebrochen war, befanden sich den Angaben zufolge 53 Migranten. Die Nachrichtenagentur AFP hatte in der Nacht auf Mittwoch von mindestens 34 Toten berichtet. Es habe sich um 23 Frauen, neun Männer und zwei Kinder im Alter von etwa drei Jahren gehandelt. Demnach wurden ihre Leichen nahe der Kerkenna-Inseln geborgen.

Den ersten gerichtsmedizinischen Untersuchungen zufolge stammte die Mehrzahl der Toten aus Subsahara-Afrika, sagte ein Gerichtssprecher. Auch der Kapitän des Bootes, ein 48-jähriger Tunesier, sei demzufolge unter den Toten.

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Seit einigen Monaten versuchen wieder deutlich mehr Migranten, von Tunesien aus über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen. Nach Angaben des Uno-Flüchtlingshilfswerks UNHCR stieg die Zahl der Überfahrten von Januar bis April um mehr als 150 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

mes/AFP/Reuters