Ein Sprecher des iranischen Staatsfernsehens verkündet eine »historische und vernichtende Niederlage« der USA. So erfuhren viele Menschen in Iran in der Nacht zum Mittwoch von der zweiwöchigen Waffenruhe zwischen den beiden Erzfeinden. In Teheran jubelten regimetreue Demonstranten.
Demonstrantin:
»Wenn der Oberste Führer es für angemessen hält, werden wir einen Waffenstillstand akzeptieren. Wenn nicht, sind wir bereit, auf den Straßen zu bleiben und auf unbestimmte Zeit weiterzukämpfen.«
Demonstrantin:
»Amerika hat immer wieder sein wahres Gesicht gezeigt. Wir saßen zweimal mit ihm am Verhandlungstisch, dann griff es an. Dieser Waffenstillstand dient sicherlich auch dazu, dass es sich wieder erholen kann.«
Donald Trump, der Iran am Dienstag noch mit der völligen Vernichtung gedroht hatte, deutet die Ereignisse der Nacht erwartungsgemäß ganz anders. In einem Social-Media-Post verkündet er, die militärischen Ziele seien bereits übererfüllt und ein langfristiges Friedensabkommen sei nah.
Vor dem Weißen Haus versammelten sich Protestierende. Sie ordnen Trumps jüngste Kehrtwende so ein:
Protestierender:
»Er blufft und jetzt wurde der Bluff aufgedeckt. Er ist ein pathologischer Lügner, wir können nichts glauben, was er sagt, wie er nun handeln wird.«
Protestierende:
»Die Welt kann diesem verrückten Mann nicht erlauben weiter an der Macht zu sein, er ist eine Gefahr für uns alle.«
Protestierende:
»Ich nehme nichts von dem, was er sagt, ernst. Er ist unaufrichtig.«
In der Nacht fingen israelische Abwehrsysteme noch iranische Raketen ab – wie hier über Tel Aviv. Nun bleibt abzuwarten, ob es die letzten waren. Zumindest für die nächsten zwei Wochen.