Abt AS 400 Attacke aus dem Allgäu
Das mit der Attacke trifft natürlich nur für die technischen Daten zu, ansonsten sind die Unterschiede zwischen dem Zuffenhausener Traditionsmodell und der Vollgas-Orchidee aus Kempten doch gewaltig. So wird das Abt-Auto in einer Kleinserie von lediglich 25 Exemplaren gefertigt, es kostet 94.900 Euro und ist damit rund 20.000 Euro teurer als der neue Porsche 911, aber dafür bekommt man auch einen viertürigen Kombi mit vergleichsweise großzügigem Laderaum.
Basis des Rennwagens im Familientrimm ist der Audi A4 Avant. Unter der Haube steckt allerdings ein 2,7-Liter-V6-Bi-Turbo-Motor. Der leistet beachtliche 400 PS (294 kW), mobilisiert ein maximales Drehmoment von 500 Newtonmeter und beschleunigt den Wagen in 4,7 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Ein offizieller Wert für den Durchschnittsverbrauch existiert nicht, bei StVO-konformer Fahrweise dürften zwischen 12 und 15 Liter je 100 Kilometer eine gute Schätzung sein. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 290 km/h. Damit ist das Auto einen Tick schneller als der normale 911er und in etwa so rasant wie der 911 Carrera S.
Anders als Porsche bietet die Tuningfirma ihren Kombirenner mit permanentem Allradantrieb an. Zur Ausstattung gehören 18 Zoll große Räder in Titangrau, Sportbremsanlage, Sportfahrwerk, das übliche Spoiler- und Schweller-Beiwerk, vier Edelstahl-Auspuffrohre, Aluminium-Pedale und ein Tacho, dessen Skala bis 320 km/h reicht.
Fünf der 25 geplanten Fahrzeuge sind bereits verkauft, für die restlichen Exemplare empfehlen die Allgäuer Extremautobauer, sich zu sputen. "Das Interesse ist enorm", heißt es bei Abt. Es scheint, als ob Autos, die sich hart an der Grenze von Höchstleistung zu Irrsinn bewegen, in Zeiten allgemeiner Zurückhaltung besonders gefragt sind. Warum sonst sollte Abt für das ohnehin schon brachiale Auto noch eine Leistungssteigerung auf 450 PS (331 kW) anbieten. Die kostet 8700 Euro extra - für eine Rakete ist das eigentlich günstig.