ADAC Einsatz im Sekundentakt
Nach Angaben des ADAC wurden im vergangenen Jahr die 1700 Helfer zu 3,6 Millionen Pannen gerufen - 16.240 Mal öfter als 2001. Dabei legten die Retter 55 Millionen Kilometer zurück. Die "gelben Engel" konnten den gestrandeten Autofahrern in 83 Prozent der Fälle direkt helfen, indem sie das Fahrzeug wieder flott machten.
Für die deutliche Erhöhung an Schadensfällen macht der ADAC die immer kompliziertere Technik der Autos verantwortlich. Weiterhin seien immer weniger Fahrer bereit, ihr Auto regelmäßig zur Inspektion zu bringen. Die immer kürzere Zeit in der Herstellung der Wagen sei ebenso eine Ursache für "technische Kinderkrankheiten".
Probleme mit der Batterie oder der Sicherung stünden auf der Pannenliste ganz oben, teilte der Automobilclub mit. Motorschäden kämen nur bei jeder zehnten Panne vor, jeder vierte Einsatz sei dagegen auf Fehler in der Fahrzeugelektronik zurückzuführen.
Nun soll eine neue technische Errungenschaft helfen. Per Laptop soll bald eine mobile, elektronische Fehlererkennung in Sekunden möglich sein. Mit einem EU-weit genormten Stecker werde der Computer mit dem Steuergerät des Autos verbunden und könne so die vorhandene Störung anzeigen, berichtete der Verein. Zusätzlich bietet das Programm eine passende Reparaturanleitung an.
Der ADAC begann seine Laufbahn vor hundert Jahren, als 25 Motorrad-Fans die Deutsche Motorradfahrer-Vereinigung gründeten. Nach der Auflösung durch die NS-Zeit entstand der ADAC 1946 mit 5000 Mitgliedern neu und rief 1954 die ADAC-Straßenwacht ins Leben. Schon 1965 übersprang der Verein die Mitgliedermarke von einer Million, nach der Wiedervereinigung waren es bereits zehn Millionen - heute liegt die Mitgliederzahl bei 14,6 Millionen.