ADAC-Crashtest Jeder vierte Kindersitz fällt durch
ADAC-Crashtest: Jeder vierte Kindersitz fällt durch
Foto: ADAC/ Ralph WagnerBei einem gemeinsamen Kindersitztest der Stiftung Warentest und des ADAC sind vier von 15 Modellen durchgefallen. Sie schützten bei bestimmten Aufprallszenarien nicht oder enthielten zu viele schädliche Chemikalien. Die Quote der Kindersitze, die den Anforderungen der Prüfer genügen, ist laut ADAC diesmal auffallend gering; nur ein einziger der 15 Sitze wird mit "sehr gut" bewertet.
Besonders überraschte das schlechte Abschneiden der Traditionsmarke Römer. Gleich zwei Römer-Kindersitze fallen beim Test mit der Note "mangelhaft" durch. Beim Römer "Xtensafix", einem Modell für Kinder von etwa ein bis zwölf Jahren, rutscht der Gurt beim Frontalcrash aus der Führung und würgt das Kind am Hals. Beim Römer "Max-Fix" (für Kinder bis etwa vier Jahre) stellten die Prüfer eine zu hohe Schadstoffbelastung in den Pads der Hosenträgergurte fest. Kinder könnten daran lutschen. Beide Modelle gehören zu den teureren Sitzen im Test.
Aber auch die für ihre Sicherheit so oft gelobten schwedischen Hersteller können im Kindersitztest nicht überzeugen: Bei dem Sitz "Kidzofix" der Firma Axkid reißt sogar die Isofixverankerung - also der Teil, welcher den Kindersitz mit der Rücksitzbank verbindet. Die Folge: Das Kind fliegt samt Sitz durch den Wagen. Im Modell "Baby Ride" von Nania hingegen schlug der Dummy während des Seitenaufpralls mit dem Kopf gegen die Tür. Darüber hinaus ist dieser Sitz hoch mit Schadstoffen belastet. Beide Modelle erhielten die Note "mangelhaft".
Nach Angaben der Stiftung Warentest wurden die Crashtest-Dummys in den Kindersitzen mit Tempo 64 frontal gegen ein Hindernis gefahren, den Seitenaufprall mussten sie mit 50 km/h überstehen. Testsieger wurde der "Cybex Juno 2-Fix" - ein leichter Sitz für Kinder bis vier Jahre. Nach Angaben der Prüfer lässt er sich leicht im Auto montieren.
Sämtliche Ergebnisse des ADAC-Kindersitztests finden Sie hier.