ADAC-Kleinwagentest: Deutsche Autos auf den letzten Plätzen - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

ADAC-Kleinwagentest Deutsche Autos auf den letzten Plätzen

Beim großen Praxistest des ADAC schnitten die Modelle japanischer Hersteller am besten ab. Mit den Fabrikaten der großen deutschen Hersteller waren die Kunden dagegen nicht zufrieden.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Bequemere Sitze, mehr Kofferraum, stärkere Motoren und eine bessere Heizung - so würde ein Kleinwagen aussehen, wenn deutsche Autofahrer ihn selber ausstatten dürften. Der ADAC hatte seine Mitglieder aufgerufen, ihre Erfahrungen mit dem eigenen Auto von der Seele zu schreiben und vor allem Änderungswünsche zu äußern.

Insgesamt sollten in dem Praxistest 16 Kleinwagenmodelle der Baujahre 1997 bis 2000 von zwölf Herstellern auf ihre Alltagstauglichkeit untersucht werden. Rund 8000 Leser der Clubzeitschrift "Motorwelt" beteiligten sich an der Aktion. Sie sind mit ihren Fahrzeugen mehr als 225 Millionen Kilometer unterwegs gewesen und lieferten damit, so der ADAC, "ein ziemlich genaues Bild von den Stärken und Schwächen der Testkandidaten".

Unter anderem wollte der ADAC von den Teilnehmern wissen: Wie regelmäßig und wo wird das Auto gewartet? Welche Zensuren bekommen die Werkstätten? Musste der Wagen auch zwischen den Inspektionsterminen in die Werkstatt? Wie sieht die persönliche Pannenstatistik aus? Wie viel Kraftstoff schluckt der Kleine im Alltag? Was wurde für Inspektionen und Reparaturen hingeblättert? Welche Mängel sind aufgetreten?

Und dabei sahen die großen deutschen Hersteller gar nicht gut aus. Die schlechtesten Noten verpassten ihren Fahrzeugen die Besitzer der Mercedes A-Klasse, des Opel Corsa, der beiden VW Modelle Polo und Lupo sowie des Fiat Punto. Am besten schnitt im Gesamturteil seiner Besitzer der Mitsubishi Colt ab, gefolgt von Nissan Micra, Seat Arosa, Ford Fiesta und Renault Twingo. Im breiten Mittelfeld finden sich der Peugeot 106, der Citroën Saxo, der Fiat Seicento, der Renault Clio, der Hyundai Accent und der Ford Ka.

Doch bei aller Kritik: Unzufriedene oder enttäuschte Wagenbesitzer sind in der Minderzahl. Denn zwischen 80 und 94 Prozent der Befragten würden das gleiche Auto wieder kaufen.