ADAC-Reifentest Doppelsieg für Goodyear
Der Automobilclub setzte 37 Reifen in zwei verschiedenen Größen auf den Prüfstand: In der Ford-Fiesta-Klasse 175/65 R 14 sowie in der Golf-Klasse 195/65 R 15. Sieben der Reifen wurden dabei mit dem Urteil "besonders empfehlenswert" ausgezeichnet, wobei der Ultra Grip 7 des amerikanischen Herstellers Goodyear in beiden Größen Platz eins belegte. Zwei Reifen fielen durch die Prüfung und wurden mit dem Urteil "nicht empfehlenswert" nach Hause geschickt.
In der Größe 175/65 R 14, die neben dem ADAC-Testfahrzeug Ford Fiesta auch für Modelle wie den Opel Corsa, Peugeot 206 oder Toyota Yaris geeignet ist, konnten nur drei Reifen das anspruchsvolle Testprogramm mit dem Prädikat "besonders empfehlenswert" absolvieren. Neben dem Sieger Goodyear Ultra Grip 7 erlangten auch der Bridgestone Blizzak LM 20 und der Pirelli W 190 Snowcontrol Bestnoten auf Nässe, Schnee und Eis, wobei der Amerikaner auch bei der für Winterreifen äußerst schwierigen Disziplin des Verschleißes punkten konnte. Denn da die Winterpneus für besseren Grip naturgemäß aus weicherem Gummi gebacken werden als die Sommermodelle, präsentierten sich in der Vergangenheit Winterreifen mit relativ schlechten Verschleißwerten - die Reifen nutzten sich schneller ab.
Den Entwicklungsingenieuren von Goodyear aber ist es dieses Jahr offenbar gelungen, im Bereich der Gummimischung neue Maßstäbe zu setzen. Viele der Konkurrenten, die auch zum Test angetreten waren, hätten sich auf Grund ihrer Schneeeigenschaften zwar auch die Spitzenempfehlung verdient. Doch Reifen wie der Dunlop Winter Sport M3, Continental WinterContact TS 800 oder Michelin Alpin A2 zeigten in anderen Disziplinen Schwächen. Dennoch gelten sie als ausgewogene Reifen und sind laut ADAC noch immer empfehlenswert. Fünf weitere Modelle der Größe 175/65 R 14 schwächelten allerdings derart, dass die Tester ihnen nur das Prädikat "bedingt empfehlenswert" verleihen konnten.
Rutschpartie im Schnee
In der Golf-Größe 195/65 R 15 verdienten sich gleich vier Reifen Bestnoten: Allen voran fuhr auch hier der Goodyear Ultra Grip 7, gefolgt von Dunlop Winter Sport 3D, Vredestein Snowtrac 2 und Pirelli W 190 Snowcontrol. Alle vier konnten sich bei Eis, Schnee, Nässe und eben trockener Fahrbahn behaupten - denn gerade auch das ist ein Muss eines sehr guten Winterreifens. Nicht nur bei Matsch oder weißer Schneedecke, auch bei trockener Straße müssen die vier Reifen den Wagen optimal in der Spur halten und bestes Bremsverhalten an den Tag legen.
Zehn weitere Reifen verdienten sich das Urteil "empfehlenswert", darunter auch der einzige runderneuerte Reifen im Test, der mit etwa 45 Euro relativ preisgünstige Ihle Rigdon MS 179. Drei Reifen müssen mit dem Makel "bedingt empfehlenswert" leben. Schlecht schnitten nur zwei Modelle ab: Der Hankook W 440 Ice Bear kam gerade in der wichtigen Schneeprüfung ins Rutschen und wurde wegen dieses entscheidenden Lapsus als "nicht empfehlenswert" eingestuft. Ebenso erging es dem einzigen Ganzjahresreifen unter den Testkandidaten, dem Goodyear Vector 5. Auf Schnee und Eis konnte sich der Allzweck-Amerikaner nicht behaupten, und das ist bei einem Wintertest nicht gern gesehen.