ADAC: Tanken wird immer teurer - DER SPIEGEL
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ADAC Tanken wird immer teurer

Die Benzinpreise in Deutschland sind auf Rekordniveau geklettert. Nach Super Plus wurde jetzt auch bei Super fast überall die Schmerzgrenze von zwei Mark pro Liter durchbrochen.
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München - Wie der ADAC am Mittwoch mitteilte, zeigt die Tendenz bei den Spritpreisen weiter aufwärts. Dies habe die aktuelle Preiserhebung des Automobilclubs ergeben, bei der in 20 deutschen Städten die durchschnittlichen Preise an Markentankstellen ermittelt worden seien.

Das Ergebnis der Umfrage dürfte die Autofahrer nicht freuen: Nach den jüngsten Preiserhöhungen der Mineralölkonzerne müssen in 13 von 20 untersuchten Städten mehr als zwei Mark pro Liter Super bezahlt werden.

Am tiefsten haben laut ADAC derzeit die Nürnberger in die Tasche zu greifen. Dort kostet der Liter Diesel durchschnittlich 1,609 Mark - zehn Pfennig mehr als in Rostock, wo der Liter bereits für 1,509 Mark zu haben ist.

Für einen Liter Superbenzin legen die Nürnberger mit 2,049 sogar elf Pfennig mehr auf den Tisch als die Autofahrer in Dresden: In der sächsischen Metropole ist Superbenzin mit einem Literpreis von 1,939 Mark vergleichsweise billig.

Die Mineralölkonzerne begründen die Preiserhöhungen der jüngsten Zeit mit dem hohen Ölpreis. Der Barrel (159 Liter) Rohöl kostet zur Zeit fast 30 US-Dollar.

Sprecher der Mineralölkonzerne bezeichneten die weitere Entwicklung der Kraftstoffpreise als ungewiss, da sie von der OPEC-Konferenz am 27. März abhänge. Bei einer Einigung auf eine Erhöhung der Fördermengen erhoffe man sich "einen dämpfenden Effekt", sagte Esso-Sprecher Olaf Martins. Dieser könne allerdings maximal einen Rückgang um vier bis fünf Pfennig bewirken.

Shell-Sprecher Rainer Winzenried sagte, durch den enormen Anstieg der Rohölpreise sei "das ganze Ölgeschäft im Moment notleidend". Der Automobilclub von Deutschland (AvD) nannte dagegen die Erhöhung "vollkommen ungerechtfertigt und auch mit dem Rohölpreis nicht zu begründen".