ADAC-Test Schützt die Kinder
Die beiden Testsieger von Römer, Baby Safe, für Kinder bis 13 Kilogramm und Duo mit Isofix-Befestigung (mit Gurtbefestigung nur "empfehlenswert"), für die Gewichtsklasse von neun bis 18 Kilogramm, wurden mit vier Sternen bewertet, weil sie sowohl im Bereich "Sicherheit" wie auch bei der "Bedienung" überzeugen konnten.
Für die Vergabe der ADAC-Empfehlung spielt neben der "Sicherheit" auch die "Bedienung" der Sitze ein Rolle. Auch hier geht es letztlich um Sicherheit, zum Beispiel um die Frage, ob gefährliche Fehlbedienungen möglich sind. Der Maxi Cosi Rodi schneidet dabei als einziger mit einem "sehr gut" ab, gefolgt von einer 15 Produkte umfassenden "guten" Gruppe. Zwei mal wurde die Bedienungsfreundlichkeit nur mit "befriedigend" bewertet.
Für die Wertung im Bereich "Sicherheit" werden die Testkandidaten mehreren Front- und Seitencrashversuchen mit unterschiedlichen Dummies in verschiedenen Sitzpositionen unterzogen. Spezielle Messpuppen erlauben Aussagen für Kinder von neun Monaten bis zu zehn Jahren.
Auch wenn nicht alle getesteten Kindersitze die Kriterien der ADAC-Tester erfüllen können: Jedes Sitzsystem schützt ein Kind besser, als wenn es völlig ungesichert im Auto mit fährt. Denn trotz der gesetzlichen Vorschrift, nach der Kinder unter zwölf Jahren und kleiner als 150 cm sind, in für sie geeigneten Kindersitzen befördert werden müssen, gehen viele Eltern mit der Sicherheit ihres Nachwuchses eher nachlässig um.
Nur 59 Prozent der über Sechsjährigen, ermittelte der ADAC, werden im Auto richtig gesichert. Dieser Leichtsinn kann auch für die vorne Sitzenden gefährliche Folgen haben. Bei einem Frontcrash werden die Kinder mit der vielfachen Wucht ihres Körpergewichtes nach vorne geschleudert. Dem Fahrer drohen bei einer Verkehrskontrolle eine Geldbuße von 40 Euro und ein Punkt in Flensburg, wenn ein Kind ungesichert im Auto mit fährt.