ADAC-Test Verbrauchsanzeigen im Auto oft unbrauchbar
München - Auto-Bordcomputer informieren die Fahrer einer Untersuchung zufolge häufig nur sehr ungenau über die tatsächliche Höhe des Benzinverbrauchs. Die Abweichungen hätten in einem Einzelfall sogar fast 30 Prozent über dem tatsächlichen Verbrauch gelegen, teilte der ADAC am Mittwoch unter Berufung auf die Auswertung der Daten von zwei Dutzend Autos mit.
Nur bei zehn Fahrzeugen hätten sich die Abweichungen in einem Rahmen von plus oder minus fünf Prozent bewegt. Autofahrer sollten sich deswegen "besser nicht darauf verlassen", was ihnen die Verbrauchsanzeige melde, so der ADAC.
Zu den teils erheblichen Ungenauigkeiten käme es, weil die Bordcomputer für die Berechnung des Verbrauchs Daten nutzten, die eigentlich für andere Zwecke gesammelt würden, erklärte der ADAC. Beispiele hierfür seien die Öffnungszeit der Motor-Einspritzventile und die Fahrstrecke.
Die Messungenauigkeiten seien deswegen "systembedingt". Jedoch könnten Autofahrer bei vielen Fahrzeugen den Servicecomputer korrigieren lassen, damit die Verbrauchsanzeige verlässlicher werde. Trotz der Ungenauigkeiten könnten Autofahrer die Verbrauchsanzeigen aber sinnvoll nutzen, etwa um einen "möglichst spritsparenden Fahrstil zu finden".