Aggressive Autofahrer: Fernlicht als Waffe - DER SPIEGEL
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Aggressive Autofahrer Fernlicht als Waffe

Deutsche Autofahrer, das zeigt eine Umfrage, sind im europäischen Vergleich nicht gerade die rücksichtsvollsten. Auch die Vorlieben der Straßenrüpel wurden enthüllt: Während anderswo Aufblenden oder Schimpfen favorisiert werden, bevorzugt man hier zu Lande das dichte Auffahren.
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Bei einer Umfrage unter 10.000 Autofahrern in 16 europäischen Ländern gaben 56 Prozent der befragten Deutschen an, in den vergangenen zwölf Monaten aggressives Verhalten anderer Autofahrern erlebt zu haben. Höhere Werte ergaben sich nur für Luxemburg (63 Prozent), Frankreich (61,5 Prozent), Österreich (59,6 Prozent) und die Niederlande (57 Prozent). Diese Zahlen hat jetzt der Österreichische Automobil-, Motorrad- und Touring Club (ÖAMTC) in Wien veröffentlicht.

Vergleichsweise friedlich geht es demnach auf den Straßen Großbritanniens zu, wo der Umfrage zufolge nur 40 Prozent der Autofahrer schlechte Erfahrungen mit rüpelhaften Verkehrsteilnehmern machen. Am Ende der Tabelle stehen Irland mit 39,4 und Finnland mit 35,9 Prozent.

Die Studie gibt auch Auskunft über Mentalitätsunterschiede bei aggressiven Autofahrern verschiedener Nationen. So wird nach Angaben des ÖAMTC in Spanien und Griechenland am liebsten geschimpft. Obszöne Gesten sind in Großbritannien am weitesten verbreitet. Das Fernlicht wird in Portugal und Luxemburg gern als "Waffe" eingesetzt. Dichtes Auffahren ist dagegen eine Domäne der deutschen und holländischen Autofahrer.