AMI Leipzig Buntes Vorspiel
Die Zurückhaltung der großen Automarken in Leipzig lässt sich leicht erklären. In IAA-Jahren, die nächste große Autoschau am Main findet in diesem September statt, hebt man sich die großen Premieren gerne für die Tage in Frankfurt auf. Dennoch gibt es in Leipzig einige Europa- und Deutschland-Premieren.
Das Angebot reicht vom 462-PS-Boliden (340 kW) Porsche GT 2 über den Allrad-Passat von VW mit Achtzylindermotor, den neuen Zwölfzylinder-Audi, den BMW 3er Compact und den Jaguar X-Type bis hin zum vom italienischen Karosserieschneider Pininfarina gestylten Kompaktvan Hyundai Matrix.
Es sind vor allem die typischen Familienautos wie der Matrix, die Großraumlimousine Honda Stream oder der Toyota Avensis Verso, die in Leipzig traditionell auf großes Interesse beim Publikum stoßen. Andererseits wächst vor allem im Osten Deutschlands die Bereitschaft, mehr Geld für die Anschaffung eines Autos auszugeben. Lag der durchschnittliche Neuwagenpreis in den fünf östlichen Bundesländern im Jahre 1991 noch bei 20.500 Mark, so stieg er bis zum vergangenen Jahr auf 34.900 Mark an. Das teilte der Verband der Kraftfahrzeug-Importeure zum Messeauftakt in Leipzig mit. Im Trend liegen vor allem hubraumstarke Fahrzeuge. Der Anteil der Autos mit Motoren, die mehr als 2 Liter Hubraum haben, kletterte im Zeitraum von 1996 bis 2000 von 7,6 auf 11,6 Prozent. Für die Anbieter großvolumiger Fahrzeuge dürfte die AMI also besonders reizvoll sein.