Asphalt-Innovation: Elastische Fahrbahndecke - DER SPIEGEL
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Asphalt-Innovation Elastische Fahrbahndecke

Ein 40-Tonnen-Lkw belastet die Fahrbahn so stark wie 300.000 Pkw. Das behaupten Straßenbauexperten. Die Folgen sind bekannt: Spurrillen und Risse im Asphalt, die vor allem bei Regen gefährlich werden können. Eine neue Asphalt-Mischung kann solche Straßenschäden angeblich deutlich hinauszögern.
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Verbreitet wird die Kunde vom "Super-Belag" (Pressetext) des Chemiekonzerns BASF passend zur anbrechenden Autoreisezeit. Der "Traum" von weniger Baustellen auf den Autobahnen und damit weniger Staus auf dem Weg in den Urlaub "kann wahr werden mit einem neu entwickelten Asphalttyp", heißt es in einer Mitteilung des Ludwigshafener Unternehmens.

Es ist nämlich so, dass die Chemiker bei der BASF der herkömmlichen Asphaltmischung aus Gesteinssplittern, Sand und Bitumen zusätzlich ein elastisches Polymer beimengen. Die Substanz trägt den Namen Butonal und bildet eine Art Gitternetz in der Asphaltdecke. Das Resultat: "Die Fahrbahndecke wird deutlich witterungsbeständiger, robuster - und damit sicherer."

Entsprechende Praxistests auf einem Abschnitt der Autobahn A1 von Trier in Richtung Köln bestätigten die größere Widerstandsfähigkeit des neuen Straßenbelags. Der Butonal-Asphalt kann nicht nur beim Neubau einer Straßenoberfläche eingesetzt werden, sondern auch bei Reparaturen.

Dann wird die Flüssigkeit beim Ausgleichen von Spurrillen oder dem Schließen so genannter Ermüdungsbrüche nur wenige Millimeter dick aufgetragen. Der neue Belag kostet im Vergleich zu herkömmlichem Asphalt rund 10 Prozent mehr, wie die BASF gegenüber SPIEGEL ONLINE erklärte.

Völlig neu ist der Asphalt mit dem Zusatzstoff Butonal allerdings nicht. In den USA wird das Produkt bereits seit längerer Zeit eingesetzt. Johannes Türk, Marketing-Mann bei BASF: "Jetzt wollen wir den polymermodifizierten Asphalt, der in den USA schon standardmäßig verwandt wird, auch hier zu Lande stärker vermarkten."