Audi A3 Kompakter Kraftmeier
Mit Kleinigkeiten hält sich Audi gar nicht erst auf. Für den neuen A3 gibt es ausschließlich Motoren, die mehr als 100 PS leisten. Damit soll das dreitürige Modell als Sportskanone in der Klasse von VW Golf, Opel Astra und Ford Focus positioniert werden. "Premium-Sportler" heißt das im Sprachgebrauch der Marketingleute aus Ingolstadt.
Seit 1996 ist Audi im Segment der Kompaktautos präsent. Im letzten Jahr wurden vom A3 in Deutschland 40.474 Exemplare verkauft. An das komplett erneuerte Modell richten sich natürlich höhere Erwartungen. Den sportlichen Anspruch drückt der Neue schon durch sein Äußeres aus: Im Vergleich zum Vorgänger wuchs der Radstand des 4,20 Meter langen Wagens um sechseinhalb Zentimeter. In der Breite legte die Karosserie um drei Zentimeter auf 1,76 Meter zu. Doch entgegen dem allgemeinen Trend zum Hochbau duckt sich der neue A3 etwas tiefer auf den Asphalt als bislang.
Insgesamt entsteht der Eindruck einer kraftvollen, straff und weitgehend sachlich geformten Blechhaut. Die Gestaltung der Front- und Heckpartie erinnert ein wenig an die Formensprache der Konzernschwester Seat - logisch, von dieser Marke wechselte auch Chefdesigner Walter da Silva nach Ingolstadt.
Der Innenraum bietet für Audi-Kenner das gewohnt klare Bild: Runde Lüftungsdüsen ähnlich denen im TT, aus dem auch die Grundform der hohen Mittelkonsole mit den auffälligen Verstrebungen entliehen zu sein scheint. Ansonsten gefallen das sportliche Dreispeichen-Lenkrad, das schnittige Cockpit mit vier Rundinstrumenten und die übersichtliche, grafisch strenge Anordnung der Bedienelemente. Unter der Haube dagegen legt Audi die Zurückhaltung ab. Fünf Motorversionen sind im Angebot, drei Benziner und zwei Diesel. Die Ottomotoren im Einzelnen: Basismodell ist der 1,6-Liter-Vierzylinder mit 102 PS (75 kW), es folgt der 2-Liter-Benzin-Direkteinspritzer mit 150 PS (110 kW) und schließlich das Topaggregat, der 3,2-Liter-V6-Motor mit 241 PS (177 kW).
Bei den Selbstzündern besteht das Angebot aus einem 1,9-Liter-TDI mit 105 PS (77 kW) und einem 2-Liter-TDI mit 140 PS (103 kW). Die Motorkraft wird via Fünf- oder Sechsgang-Schaltgetriebe oder über eine Sechsgang-Automatik an die Vorderräder geleitet. Die jeweils stärksten Benziner- und Dieseltriebwerke lassen sich mit dem neuen direkt schaltenden Sportgetriebe DSG mit Doppelkupplung kombinieren.
Und: Der 2-Liter-TDI kann mit Allradantrieb geordert werden; das V6-Modell ist ohnehin nur in der sogenannten Quattro-Version (Allrad) erhältlich. Zur Serienausstattung des neuen A3 gehören sechs Airbags, ESP, elektromechanische Servolenkung und Zentralverriegelung mit Fernbedienung. Um den "Premium"-Anspruch zu untermauern können gegen Aufpreis Extras wie beheizbare Fondsitze, ein CD-Wechsler im Handschuhfach oder ein Navigationssystem mit Fernsehempfänger bestellt werden. Die Preise der einzelnen Modelle sowie der Sonderausstattungen gibt Audi noch nicht bekannt. Das soll erst bei der offiziellen Enthüllung des Autos auf dem Genfer Salon passieren.