Audi in Genf: Leicht-Athleten und Body-Builder - DER SPIEGEL
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Audi in Genf Leicht-Athleten und Body-Builder

Sparsam und sportlich präsentiert sich Audi auf dem diesjährigen Genfer Automobilsalon. Vernünftige und kühle Rechner soll der A2 mit Benzin-Direkteinspritzung ansprechen. Mehr was für Auge und Emotion sind die sportlichen RS-6-Modelle sowie der Allroad quattro mit V8-Motor.
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Mit dem A2 1.6 FSI zeigen die Ingolstädter ihr erstes Serienfahrzeug mit Benzin-Direkteinspritzung. Das 1,6-Liter-Triebwerk leistet 81 kW (110 PS) und macht den Wagen zum stärksten Vertreter der A2-Baureihe. Dank Audi Space Frame und Aluminium-Karosserie bringt er nur 995 Kilogramm auf die Waage. So beschleunigt der Leicht-Athlet in nur 9,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h, seine Höchstgeschwindigkeit beträgt 202 km/h.

Dabei soll das Vierzylinder-Aggregat durch die neue Technologie nur 5,9 Liter Super Plus für 100 Kilometer benötigen. Außerdem erfüllt das Auto die Emissionsnorm EU4. Das bedeutet: Der Fahrer des A2 1.6 FSI spart in Deutschland fast drei Jahre lang die Kraftfahrzeug-Steuer.

Für Leute, die mehr Leistung und Image brauchen, hat Audi hingegen seine neue RS 6-Reihe mit nach Genf gebracht. Sie wird von einem V8-Biturbo-Motor befeuert, der 331 kW (450 PS) leistet und begeisternde Fahrleistungen ermöglicht, mit denen er vielen Sportwagen überlegen ist. Für den Sprint aus dem Stand auf 100 km/h benötigt der Audi RS 6 nur 4,9 Sekunden und bis 200 km/h 18 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit wird bei 250 km/h abgeregelt, doch das Drehzahlband reicht von 1950 bis 5600 Umdrehungen pro Minute.

Das erstmals gezeigte Modell wurde von der quattro GmbH konzipiert und in Zusammenarbeit mit der Ingolstädter Mutterfirma entwickelt. Um die Kraft auf die Straße zu bringen, benötigt der RS6 einen permanenten Quattro-Allradantrieb. Dafür dass, die Kraft gedrosselt wird, sorgt eine neue, üppig dimensionierte Bremsanlage.

Auf den 18-Zoll-Alurädern im Neun-Speichen-Design sind vorn und hinten 255er-Reifen aufgezogen. Auf Wunsch ist der Audi RS 6 auch mit 19-Zöllern und 255er-Dimension zu haben. Zurückhaltender zeigt sich der Extremsportler dagegen beim Design. Einzig eine tiefe Frontschürze mit drei Lufteinlassöffnungen und rautenförmigen Gittern, Seitenschweller und der Heckspoiler über einer neu geformten Heckschürze setzen dezente Signale.

Das serienmäßige 5-stufige Automatikgetriebe Tiptronic verfügt jetzt auch über ein Sport-Programm. Dabei dreht die Stufe S die einzelnen Fahrstufen höher aus und sorgt für ein zügigeres Zurückschalten. Der RS 6-Fahrer kann das Getriebe aber auch manuell durch Antippen des Wählhebels oder per Daumendruck auf die Tasten am Lenkrad betätigen. Verkaufsstart für Limousine und Kombi-Version Avant wird voraussichtlich Sommer 2002 sein.

Zur selben Zeit soll dann auch das Offroad-Modell Audi Allroad quattro mit Achtzylinder-Motor zum Händler rollen. Der 4,2-Liter-V8 leistet 220 kW/300 PS und soll vor allem durch seinen konstanten Drehmomentverlauf beeindrucken. Zwischen 2700 und 4600 Umdrehungen liegen stets 380 Newtonmeter an. Damit eilt der Allroad in 7,2 Sekunden an die 100 km/h-Marke und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 240 km/h.