Audi Q7 Irgendwo in Afrika
Man kann es nicht anders sagen: Bei den flotten, feschen Geländewagen hat Audi einen Trend verpennt. Mercedes startete 1997 mit der M-Klasse, BMW zog 1999 mit dem X5 nach und seit zwei Jahren mischen auch VW mit dem Touareg und Porsche mit dem Cayenne im Markt der teuren Luxus-SUVs (Sport Utility Vehicles) mit. Audi guckte zunächst dem Treiben der Konkurrenz zu und wartete offenbar erst einmal ab, ob der SUV-Trend nur ein vorübergehender sei. War er aber nicht. Was man allein daran erkennt, dass die Ingolstädter nun hinterher hecheln.
Offiziell jedoch behauptet Audi, sich mit dem Modell Q7, das im September vorgestellt werden wird, gleich an die Spitze des Segments zu setzen. Warum? Weil der neue Wagen angeblich ein "SUV der dritten Generation" ist. Was das genau sein soll, wird nicht recht klar, denn im Grunde handelt es sich bei sämtlichen Modellen in der gehobenen Allradklasse um Fahrzeuge mit selbsttragender Karosserie (jetzt auch bei der Mercedes M-Klasse), wuchtiger Optik und einem durchaus sportlichen Design, das nichts mehr mit dem knorrigen Knautschlook früherer Offroad-Modelle gemein hat.
"Ein heute marktüblicher SUV hätte nicht zu uns gepasst", sagt Q7-Designer Dany Garand in der aktuellen Hauszeitschrift der Ingolstädter, dem "Audi Magazin". Wiederum wird nicht genau klar, was denn dann gepasst hat, aber fest steht: Der neue Q7 wird ein sehr großes Auto. Angeblich wurde die schon nicht grazile Basis des VW-Touareg um weitere 13 Zentimeter gestreckt, um das Fundament für den Q7 abzugeben. Und man hört, dass zum Marktstart, der vermutlich erst Anfang 2006 erfolgen wird, der Wagen mit Achtzylinder-Motoren antritt. Das volle Programm also - sowohl was die Leistung, als auch was die Größe des Autos betrifft. Audi klotzt - das ist wohl auch die einzige Chance, wenn man so spät kommt.