Audi TT Das Ende der unendlichen Geschichte?
Audi-Chef Franz-Josef Paefgen will verunsicherten TT-Fahrern zusätzlich ein Fahrtraining anbieten. "Ein Sportwagen, der schnell bewegt wird, braucht immer eine kundige Hand", sagte Paefgen dem "Stern". Sinn der Aktion sei es jedoch keinesfalls, den Kunden das Autofahren neu beizubringen. Vielmehr solle den Besitzern gezeigt werden, was für ein "exzellentes" Fahrzeug der TT sei, so Audi-Sprecher Rudolf Schiller. Unter fachkundiger Anleitung könnten Fahrer das Vertrauen zu dem Sportwagen wiedergewinnen. Die Trainings sollen im Rahmen der allgemeinen Schulungen stattfinden, ergänzte Schiller.
Doch das Training ist nicht Bestandteil des Vergleichs zwischen Audi und zwei Anwaltsgruppen aus Hannover beziehungsweise Bremen. Dort einigten sich die Kontrahenten darauf, dass in der Regel der TT mit dem Elektronischen Stabilitätsprogramm (ESP) nachgerüstet wird. Seien die Besitzer dazu nicht bereit, sei in Einzelfällen auch ein Rückkauf des Sportwagens möglich, sagte ein anderer Audi-Sprecher.
Der hannoversche Rechtsanwalt Hans-Joachim Wiebe, der nach eigenen Angaben allein 420 TT-Fahrer vertritt, bestätigte den Vergleich. Über die Einzelheiten des Vergleiches zwischen Audi und den TT-Besitzern sei Stillschweigen vereinbart worden. Seine Mandanten seien aber mit dem Ergebnis voll zufrieden.
Auch bei den rund 20 TT-Fahrern, die nach Unfällen mit dem Sportwagen Schadenersatz geltend machen, sei eine Einigung mit Audi in Sicht, sagte Wiebe. Damit wäre auch der Streit, ob Fahrfehler oder Unsicherheiten im Fahrwerk des TT Ursache für die Unfälle waren, gegenstandslos.