Audi TT: Weitere Umrüstzentren geplant - DER SPIEGEL
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Audi TT Weitere Umrüstzentren geplant

Der Ingolstädter Hersteller überlegt derzeit, in Ungarn und den USA weitere Zentren zur Umrüstung des Sportwagens einzurichten. Ein technisches Problem beim TT sieht Audi-Chef Paefgen jedoch nicht: In einem Interview kritisierte er die Berichterstattung der Presse, die zu einer Verunsicherung der Kunden geführt habe.
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München/Frankfurt - "Ich glaube nach wie vor nicht, dass die Eigenschaften des Autos das Hauptproblem sind, sondern die nicht enden wollende Diskussion darüber", sagte Franz-Josef Paefgen der "Süddeutschen Zeitung". Der TT sei unterdurchschnittlich häufig an Unfällen beteiligt. Das gehe aus Zahlenmaterial hervor, das demnächst veröffentlicht werden solle. "Das Auto ist auf dem Stand der Technik", sagte der Audi-Chef.

Paefgen führt die Kritik am Audi TT vor allem auf die Berichterstattung der Presse zurück. "Das Auto war bereits ein Jahr im Markt, es hatte viele Tests und Preise gewonnen und es gab keine Klagen", sagte Paefgen. Dann seien plötzlich "Gerüchte über Mängel im Fahrverhalten" entstanden. Ursache seien Presseberichte über einen verunglückten TT gewesen. Von da an sei "generell jeder Unfall" mit den Eigenschaften des TT in Verbindung gebracht worden.

Audi bietet TT-Besitzern seit kurzem an, ihr Fahrzeug gegen eine Eigenbeteiligung von 650 Mark mit dem elektronischen Stabilitätsprogramm ESP nachzurüsten. Schätzungen, wonach die Umrüstaktion insgesamt eine halbe Milliarde Mark verschlingen könnte, bezeichnete der Audi-Chef jedoch als "aus der Luft gegriffen". Audi rechne mit Kosten von 100 bis 120 Millionen Mark. Das Unternehmen überlege derzeit, ob bei Bedarf ein zusätzliches Umrüstzentrum im ungarischen Montagewerk Györ eingerichtet werden soll. Auch in den USA, wo der "SZ" zufolge 6000 TTs fahren, könnte Audi ein solches Zentrum einrichten. "Uns ist wichtig, dass - nach Möglichkeit - kein Kunde mehr als ein halbes Jahr nach Beginn der Aktion warten muss", sagte Paefgen der Zeitung.

Nach Aussage von Unternehmenssprecher Rainer Nistl haben sich bei Audi bislang etwa 5000 Kunden gemeldet und sich über die Nachrüstung mit EPS erkundigt. Etwa 1000 Fahrzeuge habe Audi zurückgenommen, sagte Nistl der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Die meisten der zurückgegebenen TT seien durch eine neue Version oder einen anderen Audi ersetzt worden. "Nur ganz wenige Kunden haben sich von der Marke abgewendet", sagte Nistl.