Auto-Verkäufe: Voll in die Eisen - DER SPIEGEL
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Auto-Verkäufe Voll in die Eisen

Der Automarkt schwächelt, und das gilt nicht nur für Deutschland, sondern für fast alle Länder Westeuropas. Und auch in den USA sind deutliche Bremsspuren zu erkennen. Der Verband der deutschen Automobil-Industrie (VDA) hat jetzt aktuelle Zahlen vorgelegt.
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Der Oktober war kein guter Monat für die Autohersteller. In Westeuropa gingen die Neuzulassungen von Pkw im Vergleich zum Vorjahresmonat um zwei Prozent zurück. Insgesamt kamen 1,18 Millionen Autos neu auf die Straßen. Von den so genannten Volumenmärkten entwickelte sich nur Spanien gegen den Trend: Dort nämlich lagen die Neuwagenverkäufe leicht über den entsprechenden Zahlen des Vorjahres. Ansonsten Tristesse: In Deutschland und Großbritannien sank der Absatz um jeweils ein Prozent, in Italien mit vier Prozent und Frankreich mit fünf Prozent waren die Rückgänge noch deutlicher.

In den ersten zehn Monaten des Jahres wurden in Westeuropa gut 12,33 Millionen Pkw neu zugelassen. Diese Summe liegt etwa vier Prozent unter dem vergleichbaren Wert des vergangenen Jahres. Wobei der Absatzrückgang nicht alle Fahrzeuge gleichermaßen betrifft. Der Anteil von Autos mit Dieselmotor zum Beispiel nimmt weiterhin zu. Von 32,1 Prozent im Jahre 2000 über 36 Prozent im vergangenen Jahr zu aktuell 39,4 Prozent erhöhte sich dieser Wert (Angaben jeweils für die ersten neun Monate des Jahres). Den vergleichsweise größten Markt für Diesel-Pkw hat Österreich, wo inzwischen 68,9 Prozent aller Neuzulassungen Diesel-Fahrzeuge sind. Es folgen in dieser Reihe Belgien (64 Prozent) und Frankreich (62,3 Prozent); Deutschland liegt mit einem Dieselanteil von 37,3 Prozent leicht unter dem westeuropäischen Durchschnittswert.

Ein schrumpfender Markt kennzeichnet auch die Entwicklung des Autogeschäfts in den USA. Im Oktober gingen die Verkäufe von Pkw (minus 26 Prozent) als auch der Absatz von Light Trucks (minus 23 Prozent) deutlich zurück. Allerdings: Der Bezugsmonat Oktober 2001 war ein Rekordmonat gewesen, denn nach den Terroranschlägen vom 11. September verlockten vor allem den großen drei US-Hersteller die Kunden mit Hilfe großzügiger Verkaufsanreize und Nullzinsfinanzierungen zum Neuwagenkauf. Die deutschen Hersteller geben auf dem US-Markt eine recht stabile Figur ab. Mit 71.900 Fahrzeugen (minus 0,5 Prozent) konnten sie im Oktober ihre Position weiter ausbauen und ihren Marktanteil auf 5,5 Prozent steigern (Anteil im Oktober 2001: 4,2 Prozent).