Autobahngebühren: Österreich will Vignettenpreise fast verdoppeln - DER SPIEGEL
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Autobahngebühren Österreich will Vignettenpreise fast verdoppeln

Die Benutzung der österreichischen Autobahnen wird erheblich teurer: Ab Anfang 2001 will die Regierung in Wien die Preise der Vignetten nahezu verdoppeln. Die Autoclubs bezeichneten das Vorhaben als "unverantwortlich".
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Wien/München - Wie das Verkehrsministerium in Wien am Freitag mitteilte, soll die Jahresplakette statt bisher 550 Schilling künftig 1000 Schilling (rund 142 Mark) kosten. Auch für die Zwei-Monats-Vignette werde mit 300 Schilling (42 Mark) fast das Doppelte des Bisherigen fällig. Für die Zehn-Tages-Vignette müsse man statt 70 Schilling dann 105 Schilling (15 Mark) zahlen.

Die Verordnung des Verkehrs- und des Finanzministeriums stehe kurz vor der Unterzeichnung und trete am 1. Januar 2001 in Kraft, hieß es. Die Maßnahme sei von den Regierungsparteien ÖVP und FPÖ in ihrem Koalitionsvertrag festgelegt worden, sagte ein Sprecher des Verkehrsministeriums. Die neuen Vignetten könnten ab Dezember erworben werden.

Der deutsche Autoclub ADAC und der österreichische ÖAMTC bezeichneten die Gebührenerhöhung als unverantwortlich. Sie werde sich negativ auf Verkehrssicherheit und Umwelt auswirken. Nach Ansicht von ADAC-Präsident Otto Flimm werden insbesondere die Bewohner grenznaher Gebiete künftig noch mehr darunter leiden müssen, dass Verkehrsteilnehmer von den Autobahnen auf Bundes- und Landstraßen ausweichen. Schließlich könne die "drastische Verteuerung" auch zu einer spürbaren und anhaltenden Verärgerung bei den Touristen führen und somit die österreichische Tourismuswirtschaft und ihre Arbeitsplätze gefährden.