Autoindustrie IAA kurbelt den Absatz an
Frankfurt/Main - Auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) hätten die deutschen Hersteller mit einer Vielzahl neuer Modelle dafür gesorgt, dass "endlich wieder Wind in die Segel kommt", sagte der Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA,) Bernd Gottschalk, am Donnerstag in Frankfurt am Main.
Die inländischen Auftragseingänge lagen laut VDA im September um 16 Prozent über Vorjahresniveau. Gegenüber dem Vormonat seien sie saisonbereinigt um zwölf Prozent gestiegen. "Das ist ein erster IAA-Effekt", kommentierte Gottschalk, allerdings sollte man davon noch keine Aufschwungs-Euphorie ableiten, im August sei die Nachfrage auch um 13 Prozent geschrumpft. In den ersten neun Monaten lagen die Bestellungen aus dem Inland damit immer noch um drei Prozent unter dem vergleichbaren Vorjahresniveau.
Ins Ausland lieferten deutsche Hersteller im September 325.800 Pkw. Das waren zwar vier Prozent weniger als im Vorjahresmonat, im Vergleich zum allerdings schwachen Vormonat lagen sie saisonbereinigt aber um sechs Prozent höher. Seit Jahresanfang überschritt das Exportvolumen mit 2,6 Millionen Fahrzeugen das Vorjahresergebnis um zwei Prozent.
Die Auslandsnachfrage blieb im September stabil. Die Bestellungen lagen rund zwei Prozent über Vorjahresniveau. Saisonbereinigt wurde das Augustergebnis ebenfalls um zwei Prozent übertroffen. Von Jahresbeginn bis September 2003 gingen bei den deutschen Herstellern aber drei Prozent weniger Auslandsorder ein als vor Jahresfrist. Immerhin 70 Prozent seiner Produktion verkauft die deutsche Autoindustrie jenseits der Grenzen.
Die gestiegene Nachfrage wird sich in der Zulassungsstatistik erst in den kommenden Monaten bemerkbar machen. Im September seien laut VDA mit voraussichtlich 277.000 Fahrzeugen gut vier Prozent mehr Pkw neu zugelassen worden als im Vorjahresmonat. Seit Jahresbeginn seien die Neuanmeldungen mit rund 2,5 Millionen Pkw nur noch um knapp ein Prozent hinter dem Vorjahrsvolumen zurückgeblieben. "Wir sind nun zuversichtlich, unsere Jahresprognose von 3,25 Millionen Pkw-Neuzulassungen zu erreichen", sagte Gottschalk.
Wegen planmäßiger Modellwechsel rollten im September nicht ganz so viel Fahrzeuge vom Band als im Vorjahr, obwohl ein Arbeitstag mehr zur Verfügung stand. Mit 470.900 Einheiten wurden zwei Prozent weniger Pkw als im September 2002 hergestellt. Von Januar bis September wurden in Deutschland knapp 3,8 Millionen Pkw gefertigt, zwei Prozent weniger als im entsprechenden Vorjahrszeitraum.