Autokauf: Erst anfassen, dann bestellen - DER SPIEGEL
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Autokauf Erst anfassen, dann bestellen

Click&Buy? Über Internetseiten des Herstellers würde nur jeder fünfte Käufer in Zukunft sein Auto bestellen. Dies ergab die internationale Studie "Cars Online 2002". Sehr viel mehr würden allerdings gerne ihre Bestellung per Web verfolgen, das wiederum ist bisher nicht möglich.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Frankfurt/Main - Beim Autokauf fällt das Internet für Verbraucher kaum ins Gewicht. Zu diesem Ergebnis kommt die Untersuchung der Unternehmensberatung Cap Gemini Ernst & Young. 80 Prozent der Verbraucher vertrauten weiterhin auf den Besuch beim Autohändler und auf eine Testfahrt, heißt es in der repräsentativen Umfrage - nur in Japan könnte sich jeder zweite Käufer die Bestellung per Internet vorstellen.. Insgesamt hätten bisher nur ein Prozent der Käufer tatsächlich über das Web geordert.

Daher sei es verfehlt, die Internetseiten des Hersteller als separaten Vertriebskanal auszurichten, heißt es in der Studie "Cars Online 2002". Für die Studie wurden in Belgien, den Niederlanden, Luxemburg, Deutschland, Frankreich, Italien, Japan, Schweden und den USA jeweils 2500 Verbraucher sowie 100 Händlern und zehn Hersteller befragt.

Mehr als jeder zweite Verbraucher wünsche sich jedoch, den Status der Bestellung im Internet einsehen zu können, was bisher bei keinem Hersteller möglich ist. Drei von vier Kunden möchten über das Netz Probefahrten vereinbaren. Dies bietet die Hälfte der Händler und Hersteller an. Das Angebot der Händler gehe bislang an den Anforderungen der Kunden vorbei, heißt es in der Studie. So stellten Verkäufer den "Einkauf aus einer Hand" in den Vordergrund und böten Finanzierungs- und Versicherungspakete sowie Betreuung nach dem Kauf an. Kunden wollten in erster Linie günstige Autos, weiterhin ist ihnen die räumliche Nähe zum Händler wichtig.