Autokauf Liebe auf den zweiten Blick
Hamburg - Das Institut für Demoskopie Allensbach (IfD) hat die so genannten Kaufplaner für die Studie "Werbewirkung und Pkw-Kauf" beobachtet: Die 1600 Befragten gaben an, sie wollten in den nächsten zwei Jahren ein neues Auto kaufen und seien weitgehend auf eine Marke festgelegt. Doch im Studienverlauf entschied sich fast ein Viertel für den Kauf einer anderen Marke.
Wer mehrere Marken in der engeren Auswahl hatte, wechselte beim Kauf sogar zu 36 Prozent auf eine Marke, die nicht auf seiner Liste stand, wie die am Dienstag in Hamburg veröffentlichte Studie ergab. Insgesamt waren 68 Prozent von vornherein völlig oder weitgehend auf Typ und Marke festgelegt.
"Der Kauf eines neuen Autos ist tatsächlich eine Liebe auf den zweiten Blick", sagte Michael Hallemann, Leiter der G+J-Media-Forschung, "da noch bis kurz vor dem Neuwagenkauf die Entscheidung vieler Käufer beeinflussbar ist. Wenn Pkw-Werbung wirken soll, dann fördert kontinuierliche, Image bildende Werbung das Vertrauen in die Marke." Das IfD war vom Verlagshaus Gruner + Jahr (G+J) und dem TV-Vermarkter "IP Deutschland", einem Tochterunternehmen des TV-Senders RTL, beauftragt worden.
Bei der Entscheidung informieren sich der Studie zufolge die meisten potenziellen Autokäufer im Gespräch mit der Familie, Freunden und Bekannten sowie anhand der Hersteller-Broschüren und beim Autohändler. Erst danach folgen Berichte und Tests in Autozeitschriften, Autosendungen im Fernsehen oder die Internet-Angebote der Hersteller.