Automarkt 2005: Strahlen nach Zahlen - DER SPIEGEL
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Automarkt 2005 Strahlen nach Zahlen

Wer will da noch unken? Das Autogeschäft in Deutschland brummte im vergangenen Jahr. Die Zahl der erstmals zugelassenen Pkw kletterte im Vergleich zum Vorjahr um 2,3 Prozent auf insgesamt 3,34 Millionen Fahrzeuge. Eitel Sonnenschein also - außer bei Mercedes.
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Die Marke aus Stuttgart-Untertürkheim musste im vergangenen Jahr einen Absatzrückgang in Deutschland von 4,6 Prozent verkraften und rutschte damit hinter Opel auf Platz drei ab. Opel feierte den Erfolg unter anderem mit ganzseitigen Zeitungsanzeigen, denn die zuletzt arg gebeutelten Rüsselsheimer konnten deutlich zulegen und im abgelaufenen Jahr 347.960 Autos in Deutschland verkaufen. Damit schoben sie sich hauchdünn vor Mercedes mit 343.900 Modellen, wie aus den Statistiken des Kraftfahrt Bundesamts in Flensburg hervorgeht. Unangefochten an der Spitze steht in Deutschland VW mit 621.980 Pkw-Neuzulassungen im vergangenen Jahr. Damit fuhren die Wolfsburger ein Plus von 3,3 Prozent ein und eroberten einen Marktanteil von 18,6 Prozent (VW-Konzern: 30,8 Prozent).

Nach VW, Opel und Mercedes folgen die beiden bayerischen Marken BMW mit 290.970 Neuzulassungen (plus 5,0 Prozent) und Audi mit 248.770 Neuzulassungen (plus 5,6 Prozent) auf den Plätzen vier und fünf. Die Auto-Importeure erzielten das beste Verkaufsergebnis in Deutschland seit dem Jahre 1990 und steigerten ihren Anteil am Gesamtvolumen auf 35,4 Prozent. Zu den Gewinnermarken zählten im vergangenen Jahr Toyota und Lexus (plus 6,1 Prozent), die tschechische VW-Tochter Skoda (plus 6,0 Prozent), Citroën (plus 22,6 Prozent), sowie die koreanischen Hersteller Kia (plus 46,1 Prozent), die in Chevrolet umbenannte Marke Daewoo (plus 21,9 Prozent) sowie Hyundai (plus 13,2 Prozent). Abgerutscht gegenüber dem Vorjahr sind unter anderem Alfa Romeo, Fiat, Lancia, Jaguar, Volvo, Mazda, Nissan, Seat und Smart.

Bei der Betrachtung einzelner Fahrzeugsegmente fällt auf, dass die Verkaufszahlen bei den Minimobilen, in der Kompaktklasse, sowie bei den Geländewagen und Vans zunahmen, während der Absatz in der Mittel- und oberen Mittelklasse, der Oberklasse und bei den Cabrios zurückging. In der kleinsten Klasse schob sich der VW Fox an die Spitze vor dem Renault Twingo und dem Smart Fortwo. Bei den Kleinwagen rangiert der VW Polo vor dem Ford Fiesta und dem Opel Corsa. Unter den Kompaktautos war der VW Golf der beliebteste vor dem Opel Astra und der Mercedes A-Klasse.

Mercedes dominiert die Oberklasse

Die Top drei der Mittelklasse im vergangenen Jahr waren VW Passat vor Audi A4 und BMW 3er, in der oberen Mittelklasse gab es ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das schließlich sehr knapp zu Gunsten des Audi A6 vor der Mercedes E-Klasse und dem BMW 5er endete. Die Oberklasse dominierten die Stuttgarter mit dem Mercedes CLS auf Rang eins vor der S-Klasse und dem BMW 7er. Unter den Geländewagen setzte sich der BMW X3 vor dem VW Touareg und dem Toyota RAV4 durch. Bei den Cabriolets wiederum behielt der Peugeot 206 cc knapp die Oberhand vor dem Mercedes SLK und dem Opel Tigra Twin Top auf Rang drei. Und bei den Vans schließlich eroberte der VW Touran die Spitzenposition vor den Opel Modellen Mervia und Zafira.

Stabilisiert auf hohem Niveau hat sich der Trend zum Dieselmotor. 42,7 Prozent aller im vergangenen Jahr neu zugelassenen Pkw waren mit einem Selbstzünder ausgestattet. Damit bleibt es dabei, dass nahezu jeder zweite Neuwagen in Deutschland ein Dieselmodell ist. Ebenfalls eindeutig ist die Tendenz, dass immer mehr Pkw von gewerblichen Nutzern zugelassen werden. Im vergangenen Jahr waren es bereits 54 Prozent aller Neuwagen.