Automarkt: Asien will mehr BMW - DER SPIEGEL
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Automarkt Asien will mehr BMW

Der Absatz der Marken BMW und Mini in Asien ist 2002 in die Höhe geschnellt. Nach dem neuen Verkaufsrekord setzt BMW-Vorstand Ganal ein ehrgeiziges Ziel: Bis 2007 soll sich die Verkaufszahl auf dem asiatischen Automarkt verdoppeln.
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Singapur/München - Rund 78.500 Fahrzeuge der Marken BMW und Mini setzte der Konzern imvergangenen Jahr in Asien ab, 28 Prozent mehr als 2001. In fünf Jahren solle der Absatz in der Wachstumsregion bei etwa 150.000 verkauften Autos liegen, sagte Vertriebsvorstand Michael Ganal am Donnerstag in Singapur.

Auch ohne den neu eingeführten Mini verkaufte die Gruppe den Angaben zufolge im vergangenen Jahr in Asien rund 67.900 Fahrzeugen (plus elf Prozent) seiner Kernmarke BMW, so viele wie noch nie. Weltweit hatte der Münchner Autobauer im vergangenen Jahr fast 1,1 Millionen Autos beider Marken abgesetzt, was ein Plus von fast 17 Prozent ergibt.

Größter Markt in Fernost ist nach wie vor Japan, wo der Gesamtabsatz um 26 Prozent auf 45.300 Wagen stieg. Allerdings stagnierte dort im vergangenen Jahr der Verkauf der Stammmarke, während der Mini fast 10.000 Käufer fand.

Auf dem chinesischen Festland setzte der weiß-blaue Autobauer rund 6700 Wagen ab, 62 Prozent mehr als 2001. "Wir müssen diesen wichtigen Markt im Fokus unserer Aktivitäten behalten", sagte Ganal. Man sei zuversichtlich, dass BMW über das Joint Venture mit dem chinesischen Minibus-Hersteller Brilliance China Automotive bis zum Ende diesen Jahres mit der Produktion in der Volksrepublik beginnen könne.

Gefertigt werden sollen jährlich rund 30.000 Autos der 3er und 5er Reihe. Das Werk soll in Shenyang liegen, als Hauptstadt der Provinz Liaoning eines der größeren Industriezentren Chinas. Über die Höhe der geplanten Investitionen wurden keine Angaben gemacht.

Überlegungen aus Branchenkreisen, BMW könnte sich dem chinesischem Markt möglicherweise zu zögerlich zugewandt haben, wies Ganal zurück. "Wir sind nicht zu spät", sagte er. Für Fahrzeuge wie die von BMW brauche der Markt "einen gewissen Grad von Reife".