Automarkt Die Drehzahl steigt
Der Verband der Deutschen Automobilindustrie (VDA) meldet, das Zulassungsplus im März habe mit acht Prozent deutlich über dem des Vorjahresmonats und damit ebenso deutlich über den Erwartungen gelegen. Insgesamt wurden nach ersten Schätzungen im März 345.000 Neuwagen in Deutschland erstmals zugelassen. Profitiert vom der neu erwachten Kauflust haben offenbar die deutschen Hersteller, die in diesen Tagen ihre Zahlen für das erste Quartal und für den Monat März veröffentlichten.
BMW zum Beispiel meldet, dass der weltweite Absatz im März um 10,1 Prozent auf 117.804 Fahrzeuge gesteigert werden konnte. Noch nie zuvor haben die Münchner in einem Monat so viele Autos ausgeliefert. Und das gelte sowohl für die Marke BMW (98.017 Exemplare, plus 10,8 Prozent), als auch für die Marke Mini (19.737 Exemplare, plus 6,6 Prozent). Von der Marke Rolls-Royce wurden im März 50 Fahrzeuge verkauft. Der Zuwachs in Deutschland für BMW und Mini betrug im März exakt 8,0 Prozent (25.498 Autos). Auch auf Quartalsbasis lag das weiß-blaue Unternehmen mit allen Marken im Plus.
Rekordzahlen meldet auch Audi. Weltweit setzten die Ingolstädter im ersten Quartal 191.000 Autos ab, ein Plus von 8,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Im März wurden 82.000 Modelle abgesetzt, auch das ein Bestwert. In Deutschland konnte die Marke ebenfalls leicht zulegen - in den ersten drei Monaten auf 55.159 Fahrzeuge, was einem Zuwachs von 0,6 Prozent entspricht.
Mercedes bildet, zumindest was die Verkaufszahlen anlangt, das Schlusslicht der feinen Drei. Im ersten Quartal verkaufte die Marke weltweit 249.500 Pkw, im März waren es 106.000, was gegenüber dem Vorjahresmonat ein Minus von 2 Prozent bedeutet. Allerdings hofft Mercedes-Chef Jürgen Hubbert, durch den Anlauf der überarbeiteten C-Klasse und des neuen SLK ab Jahresmitte die Vorjahreswerte zu überflügeln. Das gelingt bereits der Marke Smart. Im ersten Quartal wurden weltweit 24.500 der Autoknirpse ausgeliefert, ein Plus von elf Prozent. In Deutschland lag der Zugewinn übrigens bei ebenfalls 11 Prozent (auf 7800 Exemplare).
Das sind durchweg positive Nachrichten, zumal einige wichtige und volumenträchtige Modelle noch gar nicht (oder erst seit wenigen Tagen) auf dem Markt sind. Etwa der neue Opel Astra, der Mercedes SLK, der viertürige Smart Forfour, der Audi A6. Im Herbst folgen dann noch Autos wie die neue Mercedes A-Klasse. der neue BMW 1er sowie ein neuer Ford Focus.