Automobilbau Elektronik auf dem Vormarsch
Sindelfingen - DaimlerChrysler-Vorstandschef Jürgen Schrempp erwartet nach eigenen Worten für die kommenden 15 Jahre im Autobau eine rasantere Entwicklung als in den zurückliegenden 50 Jahren. "Die vier Räder werden wahrscheinlich das Einzige sein, was bleibt," sagte der Top-Manager auf einem Symposium in Sindelfingen.
"Komfort, Sicherheit und Leistung haben die Fahrzeuge kontinuierlich schwerer gemacht", sagte der für Forschung und Entwicklung zuständige DaimlerChrysler-Vorstand Klaus-Dieter Vöhringer. "Der Trend ist inzwischen gebrochen, aber er muss nun sogar umgekehrt werden. Die Autos müssen leichter werden."
Elektronik spart den Ingenieuren zufolge Platz, Gewicht und Kosten. Auf Grund des wachsenden Anteils elektronischer Bauteile im Auto fallen diese bei den Herstellungskosten inzwischen mit rund 30 Prozent ins Gewicht.
Wenn von mehr Sicherheit die Rede ist, geht es nicht nur darum, Verletzungen bei Unfällen zu vermeiden, sondern auch darum, durch den Einsatz intelligenter Technik Unfällen vorzubeugen. So sollen beispielsweise demnächst "elektronische Augen" im Auto erkennen, wenn plötzlich Autotüren aufgestoßen werden oder spielende Kinder auf die Straße rennen.
Gleichzeitig wird weiter nach umweltschonenden Fahrzeugantrieben geforscht. Im Mittelpunkt steht dabei die Brennstoffzelle. "Die Verwendung von Erdöl als Kraftstoff wird nicht wegen der endlichen Vorräte an ihre Grenzen stoßen, sondern wegen der hohen Kohlendioxid-Emissionen", betonte Vöhringer.
Unter Innovationen sind allerdings nicht nur neue Techniken zu verstehen, sondern auch Arbeitszeitmodelle oder Informations- und Kommunikationstechnologien.