Benzin: DEA fordert Mindestpreise - DER SPIEGEL
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Benzin DEA fordert Mindestpreise

Die Benzinpreise in Deutschland geben derzeit täglich um einen Pfennig nach. Einigen Mineralölunternehmen ist das offensichtlich zu viel: Sie wollen die Preisschraube wieder anziehen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg/Bochum - Nach Angaben des Mineralölkonzerns Aral sind die Preise seit dem Höchststand um den 20. September um rund acht Pfennig gesunken. Wie das Unternehmen am Freitag in Bochum mitteilte, kostet ein Liter Normalbenzin derzeit durchschnittlich 1,98 Mark, ein Liter Diesel 1,69 Mark.

Gleichzeitig kündigte die DEA in Hamburg Erhöhungen von zwei bis drei Pfennig im Bundesdurchschnitt an, um Mindestpreise einzuführen. Ein DEA-Sprecher bestätigte, dass die Preise in den letzten Tagen um einem Pfennig täglich nachgegeben haben.

Der Grund für die fallenden Spritpreise liegt laut Aral in den günstigen Einkaufspreisen. "Wir hoffen, dieser Trend setzt sich fort", erklärte der Aral-Vorstandsvorsitzende Günter Michels. Aral-Sprecherin Stefanie Hansen sagte auf Nachfrage, bei ihrem Unternehmen seien zurzeit keine Preiserhöhungen geplant. Auch Shell plant keine Erhöhungen.

Die DEA erhöhte dagegen am Freitag die Preise im Zuge einer bundesweiten Vereinheitlichung um durchschnittlich zwei bis drei Pfennig. Normalbenzin kostet bei der DEA nun im Schnitt 1,96 Mark, Diesel 1,67 Mark. Das ist immer noch deutlich weniger als noch vor einer Woche.

Mit der am Freitag von DEA angekündigten Vereinheitlichung der Preise kann es laut Sprecher Harald Graeser in so genannten Preistrichtern allerdings zu kräftigen Sprüngen nach oben kommen, lokale Preisanhebungen von fünf bis acht Pfennig seien möglich.