Benzinpreise Aufruf zum Tankstellen-Boykott
Hamburg - "Wenn nur jeder zweite Autofahrer auf eine Tankfüllung verzichtet, beschert dies Bundesregierung und Mineralölkonzernen einen Fehlbetrag von rund zwei Milliarden Mark", hieß es in dem AvD-Aufruf.
In den letzten Tagen sind die Preise für Normalbenzin wieder auf durchschnittlich 2,14 Mark angestiegen. Nach Auskunft des Esso-Sprechers Karl-Heinz Schult-Bornemann ist auch in nächster Zeit kaum eine Entspannung der Weltmarkt-Preise für Benzin zu erwarten. Gerade vor der Hauptreisezeit sei eher noch mit einem Anstieg der Nachfrage und damit auch der Preise zu rechnen.
Auch der AvD rechnet für das Pfingstwochenende mit "saftigen Erhöhungen wie schon zum Osterfest". Da die Wetterprognosen aber düster aussähen, würde "die Fahrt ins Grüne mit Sicherheit weniger Spaß machen als die Gewissheit, endlich mal etwas getan zu haben gegen die ständige Preistreiberei", argumentierte der AvD.
Anfang Mai waren die Benzinpreise auf den bisherigen Höchststand von 2,19 Mark pro Liter Normalbenzin gestiegen.