Benzinpreise: Schwefel kostet demnächst extra - DER SPIEGEL
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Benzinpreise Schwefel kostet demnächst extra

Vom 1. November an wird schwefelreicherer Kraftstoff zusätzlich besteuert. Bei einem Wert von über 50 ppm (Parts per Million) Schwefel schlägt der Gesetzgeber drei Pfennig je Liter auf.
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München - Der Aufschlag auf schwefelhaltiges Benzin könnte nach Einschätzung des ADAC zu einer neuen Preisrunde an den deutschen Zapfsäulen führen. Der Automobilclub weist allerdings darauf hin, dass die etwas höheren Kosten für die Entschwefelung, die durch die Steuerspreizung ausgeglichen werden sollten, bereits in die Preisrunden der letzten Monate eingegangen seien. Die Umstellung auf schwefelarmen Kraftstoff laufe an den meisten Tankstellen bereits seit längerem, so der ADAC.

Grundsätzlich begrüßt der Automobilclub die Reduzierung von Schwefel im Kraftstoff. Weniger Schwefel bedeute nicht nur sauberere Abgase, es eröffne den Konstrukteuren auch neue Möglichkeiten, etwa bei der Einführung von Ottomotoren mit Direkteinspritzung. Dadurch könnten die Autos noch sparsamer werden. Auch die CO2-Belastung der Atmosphäre werde reduziert. Und, erfreulich für den Geldbeutel der Autofahrer: Die Katalysatoren dürften künftig länger halten, weil sich weniger aggressiver Schwefel ablagert.