Biturbo-Smart Power-Zwerg
"Die Biturbo-Motoren dienen als Technologieträger und sind nur ein Ausdruck der Machbarkeit", beruhigt Smart-Sprecher Hubert Kogel. Die Prototypen seien unverkäuflich und eine Serienfertigung sei auch nicht geplant.
Für die Einzelstücke haben die Smart-Ingenieure jeweils zwei aus der Serie bekannte Dreizylinder zusammen geschraubt. So entstand ein V6 biturbo mit 1396 Kubikzentimeter Hubraum und einer Leistung von 125 kW (170 PS) sowie einem maximalen Drehmoment von 220 Newtonmetern. Daraus resultiert ein Leistungsgewicht von lediglich 4,9 Kilogramm pro PS, das die Roadster in weniger als sechs Sekunden von Null auf 100 km/h sowie auf eine Spitzengeschwindigkeit von mehr als 220 Stundenkilometern treibt.
Auch wenn bei den Gleichmäßigkeitsfahrten auf der Solitude am Samstag und Sonntag eher Konzentration als Kraft gefragt sein wird. Dabei sollen am Steuer der Prototypen nicht nur legendäre Rennfahrer aus den fünfziger und sechziger Jahren, sondern auch bekannte Gesichter aus dem aktuellen Motorsport Platz nehmen. Auf der 4,6 Kilometer langen Strecke werden sie über mehrere Runden hinweg versuchen, eine vom ehemaligen Silberpfeil-Piloten Hans Herrmann vorgegebene Zeit nachzufahren.
Das renommierte Rennen wurde erstmals vor 100 Jahren auf einer Bergrennstrecke von Stuttgart zum Schloss Solitude ausgetragen. Nach dem Zweiten Weltkrieg trafen sich dort im Sommer eines jeden Jahres die Welt- und Europameister, um sich im Wettkampf auf der schwierigen Strecke zu messen. Das letzte Rennen am 18. Juli 1965 verfolgten 200.000 Zuschauer.
Für alle, die es etwas ruhiger angehen, bietet Smart seinen Roadster ab sofort auch mit einem 45 kW (61 PS) starken Basismotor an. Der aus den City-Coupés bekannte Dreizylinder beschleunigt den Wagen in 15,5 Sekunden auf 100 km/h und erreicht ein Spitzentempo von 160 km/h. Serienmäßig mit ESP aber ohne elektrisches Faltverdeck ausgestattet kostet der kleinste Smart-Roadster 14.990 Euro.