BMW Boxer Roadster: Zum Ja gedrängt - DER SPIEGEL
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BMW Boxer Roadster Zum Ja gedrängt

Bei der Intermot Anfang September gehörte die Boxer-Studie Roadster zum Blickfang auf dem BMW-Stand. Weil das Gedränge stets groß und die Reaktionen überwiegend positiv waren, haben die Münchner jetzt entschieden: Das Bike wird gebaut.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Zum Saisonstart 2003, also im Anfang März, soll die neue Maschine bei den Händlern stehen. Allerdings - so neu ist das Motorrad nun auch wieder nicht. Es handelt sich im Grunde um eine frisch gestylte R 1150. "Die meisten Teile stammen aus dem Serienbaukasten, deshalb konnten wir so schnell auf die positive Resonanz des Publikums reagieren", sagt BMW-Sprecher Jürgen Stoffregen. Und deshalb dürften für das Modell Roadster auch kaum besondere Entwicklungskosten anfallen.

BMW möchte mit dem neuen, peppig gestylten Bike, vor allem "jüngere und extrovertierte Motorradfahrer" ansprechen. Das "offensiv-sportliche Design" (BMW) besteht vor allem aus einer Zweifarblackierung, die schwarzen Softlack mit der grell leuchtenden Farbe Citrus kombiniert; als zweite Farbvariante steht noch der Ton Orangemetallic zur Wahl. Ein bisschen Tiger, ein wenig Zebra und Anklänge an das Neon-Design der achtziger Jahre. Ansonsten wirkt die Maschine ziemlich "naked", was ebenfalls einem Trend der Branche entspricht. Nämlich dem des Weglassens aller nicht unbedingt notwendigen Verkleidungs- und Verblendungsteile.

Viele Teile der Boxer Roadster stammen von der R 1100 S (Telelever-Gleitrohre, Räder, Vorderradkotflügel, Cockpitinstrumente), der Scheinwerfer wiederum ist von der R 1150 GS bekannt. Die wichtigsten Motordaten: Zweizylinder-Boxer mit 1130 Kubikzentimeter Hubraum und 85 PS (63 kW). Der Preis des neuen Modells steht noch nicht fest. Jetzt, da die Entscheidung zur Serienproduktion gefallen ist, wird bei BMW eifrig kalkuliert.