BMW-Chef: CO2-Reduktion wird Hersteller Milliarden kosten - DER SPIEGEL
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BMW-Chef CO2-Reduktion wird Hersteller Milliarden kosten

Die neuen EU-Richtlinien zum Kohlendioxid-Ausstoß werden für die Autohersteller teuer. Mit mehreren Milliarden Euro rechnet BMW-Chef Norbert Reithofer – der deutsche Premium-Autobauer sieht große Schwierigkeiten, die Vorgaben einzuhalten.
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München – Als "verdammt hartes Ziel" bezeichnete BMW-Chef Norbert Reithofer die von der EU angestrebte CO2-Reduzierung auf durchschnittlich 120 Gramm pro Kilometer. Da die Vermeidung jedes einzelnen weiteren Gramms immer aufwendiger werde, rechne er mit damit, dass die Forderung der Politik "jeden Hersteller einige Milliarden Euro kosten", sagte er der Zeitschrift "Capital".

Die Selbstverpflichtung der Autohersteller, bis 2008 den Flotten-Durchschnittswert auf 140 Gramm CO2 pro Kilometer zu senken, sei für BMW nicht erreichbar – dafür sei der Anteil sportlicher und leistungsstarker Fahrzeuge zu hoch. Die 140 Gramm seien immer ein Gemeinschaftsziel im Durchschnitt aller Hersteller gewesen, sagte Reithofer. "Es wäre nicht fair, unterschiedliche Fahrzeugkategorien und damit einen unterschiedlichen Mix aus Kleinst- und Kleinwagen sowie Modellen der Mittel- und Oberklasse einfach zu ignorieren, der bei jedem Hersteller im Lauf der Jahrzehnte entstanden ist."

Kritik übte Reithofer an der Debatte über Hybridmotoren: BMW werde zwar ab 2009 erste Modelle mit Hybridmotor als Ergänzung anbieten, aber moderne Dieselmotoren könnten es bei Verbrauch und Abgasausstoß heute schon mit jedem Hybridmotor aufnehmen. Es sei sinnlos, einen spritfressenden Motor mit einem Elektromotor plus schwerer Batterie zu kombinieren. Bei Politikern in Berlin habe er einige Wissenslücken festgestellt, sagte Reithofer.

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