BMW K 1200 GT Rasende Sänfte
Von allem ein bisschen mehr bietet das neue Tourenmotorrad von BMW, die K 1200 GT. Die Motorleistung kletterte um 17 Prozent auf nun 152 PS, das maximale Drehmoment um 11 Prozent auf nun 130 Nm, die Reichweite um 17 Prozent auf rund 420 Kilometer und die erlaubte Zuladung um 19 Prozent auf 238 Kilogramm - nur das Gewicht wurde um sechs Prozent auf 282 Kilo gedrückt. So jedenfalls schwärmt BMW vom dem neuen Kilometerfresser im Weltenbummler-Look. Tourenfahrer, die gerne einen wesentlichen Teil ihrer Freizeit auf zwei Rädern und einem dicken Motor verbringen, dürften jauchzen.
BMW K 1200 GT: Kauern hinterm Windschild
Technisch basiert die GT - die Buchstaben stehen für "Gran Tourismo" - auf dem sportlicheren Modell K 1200 S. Das bedeutet, dass das Vorderrad an einer Duolever-Aufhängung geführt, das Hinterrad an einer Paralever-Schwinge. So sollen Komfort und Sportlichkeit miteinander in Einklang gebracht werden. Für Vortrieb sorgt der bekannte Vierzylinder-Reihenmotor, der quer zur Fahrtrichtung unter dem neuen 24-Liter-Tank sitzt. Gekoppelt ist das Triebwerk an ein Sechsgang-Getriebe, das ins Motorgehäuse integriert ist. Die Bremsanlage - Doppelscheiben vorne, Einscheiben hinten - verfügt über ein ABS-System.
Wichtig für ein Tourenmotorrad ist eine optimale Sitzposition, um ermüdungsfrei auch größere Etappen im Sattel zurücklegen zu können. Daher fährt die GT serienmäßig mit einer höhenverstellbarem Fahrersitz, einem verstellbaren Lenker sowie einem elektrisch einstellbaren Windschild. Besonders große Motorradfahrer können für 55 Euro extra ein sechs Zentimeter größeres Windschild bestellen. Ein Koffersystem gehört übrigens auch zum Serienumfang, erst weitere Verstaumöglichkeiten wie Topcase oder Tankrucksack kosten Aufpreis.
Per Lenkradtaste das Fahrwerk verstellen
Extra berechnet wird natürlich auch die elektrisch verstellbare Fahrwerkseinstellung ESA, die im sogenannten Touring-Paket für 1050 Euro Aufpreis enthalten ist. Dazu gehören dann auch noch Sitzheizung, heizbare Lenkergriffe und ein Bordcomputer. Mit der elektronischen Fahrwerkseinstellung kann sowohl die Beladung der Maschine (Solo, Solo und Gepäck, Sozius und Gepäck) per Lenkradtaste eingestellt als auch die Fahrweise (Komfort, Normal, Sport) gewählt werden. Der Rechner wählt dann aus neun Dämpfervarianten die am besten passende aus.
Die Maschine lässt sich aber noch weiter zum Komfort-Bike aufrüsten. Etwa mit Hilfe von Xenonlicht (350 Euro), Tempomat (300 Euro) oder einer Diebstahlwarnanlage mit Fernbedienung (180 Euro). Ein Reifendruckkontrollsystem soll voraussichtlich ab Herbst angeboten werden. Insgesamt verlangt BMW für die Basisversion der K 1200 GT 17.000 Euro, das sind 800 Euro mehr, als das Vorgängermodell zuletzt kostete.
jüp