BMW R 1200 C Montauk Nackt im Wind
Beschränkung auf das Wesentliche, Präsenz und kraftvoller Auftritt - so sieht Europas größter Motorradhersteller sein drittes eigenständiges Cruiser-Modell. Das Design folgt der klassischen Linie: nackt, ohne Verkleidung hockt der Fahrer hinter einem relativ kleinen, lenkerfestem Windschild, das aber dennoch eine spürbare Entlastung vom Winddruck bieten soll, wie BMW verspricht.
Auffällig ist die Frontpartie mit der Doppelscheinwerferanlage, in der Fern- und Abblendlicht übereinander angeordnet sind. Zum puristischem Outfit passt auch der breite, seitlich heruntergezogene Vorderradkotflügel und das voluminöse 150 Millimeter Vorderrad, das inklusive Radführung und Telelever vom 2002 in den Markt eingeführten Topmodell R 1200 CL übernommen wurde. Gleiches gilt für die Instrumentierung mit elektronischem Tachometer, Drehzahlmesser und Uhr. Vom Grundmodell R 1200 C Independent abgeleitet ist der Lenker, der für die typisch entspannte Cruiser-Sitzhaltung sorgt.
Die Seitenansicht prägen das neue Seitencover und der Beifahrersitz, dessen Sitzpolster etwas schmaler als bei den Schwestermodellen, dafür jedoch höher aufgepolstert ist. So wirkt das Motorrad von der Seite leicht gedrungener. Als Sonderausstattung ist unter anderem auch ein Komfortbeifahrersitz wahlweise in Leder oder Kunstleder lieferbar. Das Hinterradschutzblech und die Heckleuchte wurden von den Basismodellen übernommen. Auch technisch griffen die BMW-Ingenieure auf altbewährtes zurück.
Angetrieben wird die R 1200 C Montauk vom bekannten 1170 Kubik-Boxermotor mit unveränderten 61 PS (45 kW) und 98 Newtonmeter bei 3000 Touren. Neu ist die Doppelzündung, die eine bessere Verbrennung und damit geringeren Spritverbrauch, weniger Schadstoffe sowie eine höhere Laufkultur ermöglichen soll. Ans Hinterrad gelangt die Kraft über ein Fünfganggetriebe. Wie jedes seit 1997 neu eingeführte BMW Motorrad verfügt die R 1200 C Montauk über einen geregelten Drei-Wege-Katalysator.
Auch in punkto Sicherheit erfüllt der Cruiser bekanntes BMW-Niveau. Vorne kommen zwei 305 Millimeter große Bremsscheiben und Vierkolbenfestsätteln zum Einsatz und eine Doppelkolben-Schwimmsattelanlage mit 285 Millimeter Bremsscheibendurchmesser sorgt am Hinterrad für optimale Verzögerung. Neu sind die stahlummantelten Bremsschläuche für einen noch stabileren Druckpunkt. Auf Wunsch gibt es das BMW Motorrad ABS in der Vollintegralversion, das unabhängig von Hand- oder Fußbremshebel die Bremskraft optimal auf beide Räder verteilt.
Die R 1200 C Montauk kostet in Deutschland 13.750 Euro und wird zunächst in drei Farben angeboten: saphirschwarz-metallic als klassische Cruiser-Farbe, arktisblau-metallic für eine sportlich-technische Anmutung und ein elegant wirkendes champagner-metallic.