BMW-Verkäufe Auf Rekordfahrt
Aus München heißt es, dass BMW auch auf Märkten Positives aufweisen könne, auf denen "die Konjunkturerwartungen eher gedämpft sind". Bestes Beispiel dafür ist Deutschland: Dort schrumpft der Automarkt seit Monaten (minus 3,7 Prozent), während die Bayern stolz auf ein Plus von einem Prozent gegenüber dem Vorjahr verweisen. Insgesamt verkauften sie zwischen Januar und Juni hier zu Lande 130.400 Autos.
In Westeuropa (ohne Deutschland) wurden im Juni 151.700 Fahrzeuge abgesetzt. Im Vergleich zum Vorjahr ist das eine Steigerung um fünf Prozent. In den USA verzeichnete das Unternehmen einen Mehrverkauf von knapp 21 Prozent, was insgesamt 107.300 Autos entspricht. Auch bei den Motorrädern können die Münchner rosige Zahlen verkünden. Erstmals in der BMW-Geschichte wurden in den ersten sechs Monaten des Jahres mehr als 50.000 Krafträder abgesetzt, was gleichbedeutend mit einer Steigerung von knapp zehn Prozent ist.
Betrachtet man die einzelnen Absatzmärkte, so wuchs der Motorradabsatz im ersten Halbjahr in Deutschland um ein Prozent (16.100 Motorräder), in Italien um sechs Prozent (7000 Motorräder), in den USA um 14 Prozent (6900 Motorräder) und in Frankreich um 39 Prozent (4100 Motorräder). Das in den ersten sechs Monaten am meisten verkaufte BMW Motorrad ist die F 650 Einsteiger-Baureihe mit 11.100 Einheiten (plus 21 Prozent).
Um die hohe Nachfrage zu befriedigen, werden in diesem Jahr in allen deutschen BMW-Werken mit Ausnahme von Dingolfing insgesamt 20 Zusatzschichten gefahren. Auch neue Arbeitsplätze wurden geschaffen. 2001 wurden bislang in Deutschland 2000 zusätzliche Mitarbeiter eingestellt, vor allem in der Forschung und Entwicklung, in der Produktion und im Vertrieb. Ernst Baumann, Personalvorstand der BMW Group. "Wir sind in der glücklichen Lage, nicht nur neue Arbeitsplätze zu schaffen, sondern diese auch rechtzeitig mit hochqualifizierten Mitarbeitern besetzen zu können."