Cadillac XLR-V Röhrender Roadster
Wobei die Chance, dem kantigen Ami-Roadster mit dem faltbaren Blechdach zu begegnen, einem Sechser im Lotto gleichkommt. Schon der normale XLR mit 326 PS (240 kW), der seit Mitte vergangenen Jahres in Deutschland zu haben ist, verkauft sich bislang eher in homöopathischen Dosen. "Ein paar hundert" sagt der Importeur, 35 Zulassungen zählte das Kraftfahrtbundesamt (KBA) bis Ende 2004. Auch deshalb wurde der Preis, wie es im Branchenjargon heißt, "angepasst". In diesem Fall jedoch nicht erhöht, sondern um rund 10.000 Euro auf 79.500 Euro gesenkt.
Für das neue Topmodell XLR-V wird man die sicher wieder dazulegen müssen, auch wenn der Preis noch nicht feststeht. Wohl aber, was der 4,51 Meter lange Donnerkeil unter seiner Haube hat. Einen 4371 Kubikzentimeter großen V8-Zylinder-Triebwerk aus Leichtmetall, dem ein Kompressor 440 PS (328 kW) Leistung entlockt. Sowie ein bulliges Drehmoment von 576 Newtonmeter, dessen Schub den Zweisitzer in weniger als fünf Sekunden auf Tempo hundert katapultiert. Übertragen wird die Kraft via Sechsgangautomatik mit sequenzieller Schaltebene. Und damit die 19-Zoll-Räder auf der Straße bleiben, wurde das Fahrwerk mit verstärkten Stabilisatoren und elektronischen Dämpfern sowie einer Bremsanlage mit innenbelüfteten Scheiben (340 Millimetern vorn, 330 hinten) ausgerüstet.
Optisches Kennzeichen des Power-Roadsters sind ein polierter Maschendraht im Kühlergrill, eine konturierte Hutze auf der Motorhaube sowie vier polierte Auspuffendrohre. Im Innenraum unterstreichen elfenbeinfarbenes Holz für Lenkrad, Schaltknauf, Armaturentafel und Türverkleidungen sowie Edelledersitze die Exklusivität. Als erster Cadillac ist der XLR-V außerdem mit Kurvenlicht-System AFS (Adaptive Forward Lighting System) ausgestattet.